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Der japanische Finanzriese SBI Holdings gründet gemeinsam mit dem US-amerikanischen Risikokapitalunternehmen Across Ventures einen neuen Investmentfonds im Wert von rund 100 Millionen Dollar. Der Fonds soll japanischen Unternehmen schnelleren Zugang zu innovativen amerikanischen Startups in Bereichen wie KI, Fintech, Blockchain und Klimatechnologie verschaffen.
Der Fonds, genannt Across Ventures Fund I, investiert nicht direkt in Startups, sondern in sogenannte Mikro-Risikokapitalfonds. Diese kleinen spezialisierten Investoren konzentrieren sich auf Unternehmen in der Pre-Seed- und Seed-Phase, den ersten Wachstumsphasen, in denen Ideen noch entwickelt und getestet werden.
Diese Mikro-Investoren setzen relativ kleine Beträge ein, meist zwischen 25.000 und 500.000 Dollar, und können schnell Entscheidungen treffen. Über sie erhält SBI indirekt Zugang zu einer Vielzahl junger Unternehmen, die für größere Fonds oft zu klein oder zu früh sind.
Gerade in dieser Phase liegen die größten Wachstumschancen. Wer früh dabei ist, kann von exponentiellem Wachstum profitieren. Das Risiko ist entsprechend, aber durch die Streuung über mehrere Mikro-Fonds wird dies teilweise abgefedert.
SBI tritt nicht nur als Investor auf, sondern liefert auch Fachwissen und Zugang zu einem umfassenden Netzwerk japanischer Unternehmen. Das Ziel ist zweigleisig: finanzielle Renditen und strategische Partnerschaften zwischen japanischen Unternehmen und amerikanischen Startups.
Für die Startups bedeutet das nicht nur Kapital, sondern auch einen direkten Draht zu einer der größten Volkswirtschaften der Welt. Für japanische Unternehmen bietet es eine Möglichkeit, schneller an Innovationen zu gelangen, die sie selbst nicht entwickeln.
Dieser Schritt passt zu dem Profil, das SBI Holdings in den letzten Jahren aufgebaut hat. Das Unternehmen bewegt sich zunehmend an der Schnittstelle zwischen traditionellen Finanzen und digitaler Innovation. SBI ist ein wichtiger Partner von Ripple, investiert aktiv in Blockchain und arbeitet mit der Startale Group an JPYSC, einer regulierten Stablecoin, die an den japanischen Yen gekoppelt ist.
CEO Yoshitaka Kitao sprach sich kürzlich für eine weltweite Standardisierung digitaler Währungen wie Bitcoin und XRP aus. Der neue Fonds stärkt diese Positionierung, indem SBI auch mit der nächsten Generation von KI- und Fintech-Unternehmen in den USA verbunden wird.
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