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Visa, BlackRock und Coinbase gehören zu den mehr als 140 Unternehmen, die sich Open Standard angeschlossen haben. Die neue Initiative will noch in diesem Jahr die Stablecoin Open USD (OUSD) auf den Markt bringen. Die Initiatoren setzen auf eine offene Alternative zu bestehenden Stablecoins, bei der keine einzelne Partei die Kontrolle hat und die Teilnehmer an den Erträgen der Reserven beteiligt werden.
Die neue Stablecoin Open USD (OUSD) wird an den US-Dollar gekoppelt und vollständig durch Reserven wie kurzlaufende US-Staatsanleihen und Barmittel gedeckt. Anders als bestehende Stablecoins wie Tether (USDT), USD Coin (USDC) und PayPal USD (PYUSD) setzt Open Standard auf ein Governance-Modell, bei dem die angeschlossenen Unternehmen gemeinsame Entscheidungen treffen.
Mehr als 140 Unternehmen sind inzwischen Teil des Konsortiums. Neben Visa, BlackRock und Coinbase gehören auch Stripe, Mastercard, Ripple, Google, Shopify, BNY Mellon, Bybit, OKX, Solana und Klarna zu den Teilnehmern.
Ein zentraler Unterschied zu bestehenden Emittenten: Die Zinserträge aus den Reserven fließen nicht an ein einzelnes Unternehmen. Nach Abzug einer geringen Verwaltungsgebühr werden die Erträge unter den teilnehmenden Partnern verteilt.
Nach Angaben der Initiatoren können Unternehmen OUSD gebührenfrei minten und einlösen. Zudem soll es keine künstlichen Obergrenzen für die Ausgabe der Stablecoin geben.
Die Führung von Open Standard übernimmt Zach Abrams, Mitgründer von Bridge, dem Stablecoin-Unternehmen, das im vergangenen Jahr von Stripe übernommen wurde.
Nach Einschätzung von Abrams sind bestehende Stablecoins zwar erfolgreich, es fehle jedoch weiterhin eine offene Infrastruktur, die für den breiten Einsatz in Unternehmen geeignet ist.
Auch mehrere Partner stellen sich in der Mitteilung hinter das Projekt. Visa sieht den nächsten Entwicklungsschritt bei Stablecoins in Verlässlichkeit, Interoperabilität und guter Governance. BNY rechnet damit, dass der weltweite Stablecoin-Markt bis 2030 auf rund 1,5 Billionen Dollar wachsen könnte.
Shopify sieht vor allem Chancen für Onlinehändler durch günstigere Zahlungen und mehr Auswahl an der digitalen Kasse. Stripe geht noch weiter und bezeichnet OUSD als Standard-Stablecoin für Unternehmen, die auf seiner Zahlungsplattform arbeiten.
Die Ankündigung fällt in eine Phase, in der das Interesse an Stablecoins stark zunimmt. Bloomberg berichtet, dass die positive Haltung der Regierung von Donald Trump zur Stablecoin-Gesetzgebung die Entwicklung neuer Projekte beschleunigt hat.
Auffällig ist, dass die Marktführer Tether, Circle und PayPal nicht Teil von Open Standard sind. Damit positioniert sich OUSD erkennbar als unabhängige Alternative zu den etablierten Anbietern.
Der Start von OUSD ist für später in diesem Jahr geplant. Sobald die Stablecoin live ist, wollen die angeschlossenen Unternehmen sie in ihre eigenen Zahlungsnetzwerke, Handelsplattformen und Finanzdienste integrieren. Open USD könnte damit binnen kurzer Zeit Zugang zu Hunderten Millionen Nutzern weltweit erhalten.
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