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Das Vertrauen der amerikanischen Verbraucher ist auf ein Rekordtief gesunken. Der anhaltende Konflikt zwischen den USA und Iran treibt die Ölpreise in die Höhe und schürt Ängste vor Inflation und steigenden Lebenshaltungskosten. Das belast nicht nur die US-Wirtschaft, sondern sorgt auch für Nervosität auf den Finanzmärkten, einschließlich Aktien und Krypto.
Aus neuen Daten der University of Michigan geht hervor, dass das Verbrauchervertrauen im Mai auf ein historisches Tief gefallen ist. Die Amerikaner machen sich besonders Sorgen über teureren Treibstoff, höhere Preise in Geschäften und die Gefahr einer erneuten außer Kontrolle geratenen Inflation. Gleichzeitig bleibt die US-Notenbank vorsichtig mit Zinssenkungen, was die Unsicherheit der Anleger verstärkt.
Laut der Untersuchung nennen mittlerweile 57 Prozent der Verbraucher die hohen Lebenshaltungskosten als größtes finanzielles Problem. Besonders Haushalte mit geringerem Einkommen werden durch die steigenden Kraftstoffpreise hart getroffen.
Die Situation dreht sich vor allem um die Straße von Hormus, eine zentrale Route für die weltweite Ölversorgung. Aufgrund von Störungen in diesem Gebiet sind Öl und Benzin in den letzten Monaten erheblich teurer geworden. Verbraucher befürchten nun, dass diese Preiserhöhungen auf andere Bereiche der Wirtschaft übergreifen könnten.
Die Inflationserwartung für das kommende Jahr stieg auf 4,8 Prozent. Das ist deutlich höher als zu Jahresbeginn. Auch die langfristigen Erwartungen steigen. Das bereitet den Entscheidungsträgern der Federal Reserve Sorgen, da höhere Inflationserwartungen sich selbst verstärken können.
Fed-Direktor Christopher Waller bezeichnete die steigenden Erwartungen als „besorgniserregend“. Damit scheint die Wahrscheinlichkeit schneller Zinssenkungen weiter zu sinken.
Die Unsicherheit trifft auch den Kryptomarkt. Höhere Ölpreise und steigende Inflation führen historisch oft dazu, dass Anleger weniger Risiko eingehen. Dadurch geraten risikoreiche Anlagen wie Bitcoin (BTC) und Altcoins unter Druck.
Auch der Anleihenmarkt zeigt Spannungen. Die Rendite auf US-Staatsanleihen stieg diese Woche auf das höchste Niveau seit der Finanzkrise 2008. Das macht sichere Anlagen attraktiver als riskante Märkte wie Krypto.
Anleger reagieren daher zunehmend nervös auf wirtschaftliche Unsicherheit und geopolitische Spannungen. Die Kombination aus Krieg, Inflation und hohen Energiepreisen setzt die globalen Märkte erneut unter Druck.
Auffallend ist, dass sich die Amerikaner laut der Umfrage sogar schlechter fühlen als während der Corona-Pandemie, der Kreditkrise von 2008 und der Ölkrise der 1970er Jahre.
Analysten weisen darauf hin, dass viele Haushalte kaum von Rekordständen an den Aktienmärkten profitieren. Ein großer Teil des Vermögens ist in Pensionskonten gebunden, während die täglichen Ausgaben weiter steigen.
Dadurch entsteht eine immer größere Kluft zwischen Wall Street und dem durchschnittlichen Verbraucher. Dieses Sentiment könnte in den kommenden Monaten wichtig für die Wirtschaft und die Richtung der Finanzmärkte werden.
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