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Die Vereinigten Staaten und Iran berichten von Fortschritten in den Verhandlungen zur Beendigung des Krieges im Nahen Osten. Dennoch bleiben Differenzen über entscheidende Punkte, darunter Irans angereichertes Uran und mögliche Zollgebühren in der Straße von Hormus.
US-Außenminister Marco Rubio sieht „gute Signale“ für ein näher rückendes Abkommen. Gleichzeitig warnt er, dass eine Einigung unmöglich würde, sollte Iran versuchen, die Schifffahrt in der Straße von Hormus dauerhaft zu kontrollieren.
„Niemand weltweit befürwortet ein Zollsysten“, erklärte Rubio am Donnerstag gegenüber Journalisten. Ein solches System sei seiner Meinung nach nicht akzeptabel.
Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Engstellen für den globalen Energiemarkt. Normalerweise passieren etwa 20 Prozent des weltweiten Öl- und Flüssiggasbedarfs diese schmale Meerenge zwischen Iran und Oman.
Seit die USA und Israel am 28. Februar Iran angegriffen haben, ist der Schiffsverkehr nahezu zum Erliegen gekommen. Dies hat die Ölpreise in die Höhe getrieben, Inflationssorgen verstärkt und Zentralbanken in eine schwierige Lage gebracht.
Iran soll mit Oman über ein mögliches Zahlungssystem verhandeln, um den Verkehr durch die Straße von Hormus zu kontrollieren. Donald Trump wies diesen Vorschlag sofort zurück. Seiner Ansicht nach handelt es sich um internationale Gewässer, die offen und frei zugänglich bleiben müssten.
„Wir wollen keine Zölle. Es ist eine internationale Wasserstraße“, sagte Trump.
Neben der Straße von Hormus stellt auch der iranische Vorrat an angereichertem Uran ein bedeutendes Hindernis dar. Die USA möchten, dass Iran diesen Vorrat aufgibt, aus Sorge, er könnte für eine Atombombe genutzt werden.
Iran widersetzt sich dem und gibt an, das Uran sei für friedliche Zwecke vorgesehen. Laut Reuters hat der iranische Oberste Führer Ayatollah Mojtaba Khamenei angewiesen, dass das fast waffenfähige Uran nicht ins Ausland geschickt werden darf. Diese Meldung wurde später jedoch widerlegt, was zu erheblichen Schwankungen der Ölpreise führte.
Iran erklärt, der neueste Vorschlag der USA habe die Parteien näher zueinander gebracht. Laut iranischen Staatsmedien werden die US-Positionen derzeit anhand eines früheren iranischen 14-Punkte-Plans bewertet.
Iranische Staatsmedien berichten sogar von einem Entwurf für ein Abkommen, allerdings ist noch nichts Konkretes bekannt. Es bleibt abzuwarten, ob daraus tatsächlich etwas wird.
Das Abkommen bleibt fragil. Rubio betonte, dass Trump „andere Optionen“ habe, falls keine zufriedenstellende Einigung erzielt wird. Gleichzeitig meldete das US-Zentralkommando, dass die USS Abraham Lincoln in der Arabischen See in hoher Alarmbereitschaft bleibt, während die Blockade iranischer Häfen fortgesetzt wird.
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