Die Meinungen über die US-Militäroperation in Venezuela, bei der Präsident Nicolas Maduro festgenommen wurde, gehen verständlicherweise weit auseinander. Die venezolanische Börse zeigt jedoch keine Skrupel. Seit dem Vorfall ist der venezolanische Aktienmarkt um 100 Prozent gestiegen und gibt damit ein sehr deutliches Zeichen.
Deutlicher Kursanstieg und Erholung des Marktes
Die Rallye an der venezolanischen Börse folgt auf Jahre wirtschaftlicher Stagnation und fehlender Möglichkeiten zur Anlage von Kapital, die auf strikte US-Sanktionen und Zahlungsausfälle bei Auslandsschulden zurückzuführen sind. Investoren mieden das Land lange Zeit.
Im Jahr 2017 stellte Venezuela die Zahlung von Zinsen und Tilgungen für ausländische Staatsanleihen und Schulden der Ölgesellschaft PDVSA ein. Dadurch galt das Land offiziell als zahlungsunfähig.
Die jüngsten politischen Entwicklungen haben jedoch zu einer neuen Welle des Optimismus geführt. Die Aussicht auf mögliche Reformen, Schuldenerleichterungen und ausländische Investitionen, insbesondere im Öl- und Mineraliensektor, hat den lokalen Aktienmarkt beflügelt.
Dies hat auch zu zunehmenden Spekulationen über Anlageprodukte geführt, die Anlegern dieses Engagement bieten.
Details zum geplanten Venezuela-ETF
Für Anleger, die in Venezuela investieren möchten, scheint sogar ein neuer börsengehandelter Fonds (ETF) in Vorbereitung zu sein. Der Antrag für den Teucrium Venezuela Exposure ETF wurde kurz nachdem Nicolás Maduro in die Vereinigten Staaten gebracht worden war, bei der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC eingereicht.
Antragsteller ist Teucrium, ein in Vermont ansässiger Vermögensverwalter, der vor allem für ETFs bekannt ist, die sich auf Rohstoffe und Landwirtschaft konzentrieren.
Der ETF strebt an, einen Index zu verfolgen, der sich aus venezolanischen Unternehmen zusammensetzt, die mindestens 50 % ihrer Einnahmen in Venezuela erzielen oder wesentliche Aktivitäten in diesem Land haben.
In dem Antragsschreiben betont Teucrium, dass aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten in Venezuela weiterhin Risiken bestehen. In den Unterlagen wird auf mögliche umfassendere Sanktionen durch die Vereinigten Staaten hingewiesen, die sich negativ auf den Wert und die Liquidität venezolanischer Wertpapiere, den Wert des Bolivar und die Wirtschaft insgesamt auswirken könnten.
Bislang ist noch unklar, ob und wann der ETF offiziell genehmigt oder aufgelegt wird, aber die Initiative markiert einen bemerkenswerten Schritt im wiederauflebenden Interesse der Anleger an einem Markt, der lange Zeit als unerreichbar galt.
Gewinne stützen die Börse, Öl wird zum Risiko
Die Wall Street hält sich dank starker Quartalszahlen, doch der Markt bleibt ein Drahtseilakt. Ist das eine tickende Zeitbombe?
eToro will US-Broker TradeZero übernehmen – Kryptohandel bricht um 73 Prozent ein
eToro will das US-Unternehmen TradeZero übernehmen. Zugleich ging der Umsatz zurück, die Zahl der Kryptotransaktionen brach um 73 Prozent ein.
S&P 500 fällt, Ölpreis steigt vor wichtigen US-Inflationsdaten
Der S&P 500 und der Nasdaq stehen unter Druck, während der Ölpreis steigt. Am Mittwoch könnten die US-Inflationsdaten für deutliche Marktbewegungen sorgen.
Meist gelesen
Ehemaliger ASML-Forscher bringt China bei entscheidender EUV-Lichtquelle voran
China kommt eigenen EUV-Chipmaschinen dank eines früheren ASML-Wissenschaftlers näher – doch ASML bleibt vorerst vorn.
Kryptomarkt prognostiziert XRP-Kurs für den 31. August
Polymarket-Händler rechnen damit, dass XRP den August unter 1,20 Dollar beendet – trotz positiver Entwicklungen rund um den XRP Ledger.
SWIFT greift Ripples Kernidee auf: Braucht es XRP noch?
SWIFT macht bei Blockchain-Zahlungen einen großen Schritt. Was bedeutet das für Ripple, und wird XRP für internationale Transaktionen noch gebraucht?
