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Die USA und Iran stehen offenbar kurz vor einer Einigung, die den monatelangen Spannungen in der Straße von Hormus ein Ende setzen könnte. Mehreren diplomatischen Quellen zufolge wird hinter den Kulissen an einem Abkommen gearbeitet, das möglicherweise bereits auf dem G7-Gipfel in der nächsten Woche unterzeichnet wird.
Anleger reagieren verhalten optimistisch, da ein Durchbruch erhebliche Auswirkungen auf die Ölpreise, Finanzmärkte und risikoreiche Anlagen wie Bitcoin haben könnte.
Laut hochrangiger Beamter sind US-amerikanische und iranische Unterhändler in den vergangenen Tagen erheblich näher aneinandergerückt. Ein vorläufiges Abkommen könnte aus einem Memorandum of Understanding bestehen, in dem sich Iran mit der Wiedereröffnung der Straße von Hormus einverstanden erklärt und die USA gewisse wirtschaftliche Maßnahmen lockern.
Die Straße von Hormus ist eine der weltweit wichtigsten Handelsrouten für Öl. Ein erheblicher Teil der globalen Energieversorgung passiert täglich diese enge Meerenge. Der Krieg, der im Februar nach US-amerikanischen und israelischen Angriffen auf Iran ausbrach, führte zu erheblichen Störungen und ließ die Ölpreise stark ansteigen.
Der kommende G7-Gipfel, der vom 15. bis 17. Juni im französischen Évian stattfindet, gilt als möglicher Rahmen für die letzten diplomatischen Schritte. Insidern zufolge wird auch Genf als Ort für eine mögliche Unterzeichnungszeremonie genannt.
Präsident Donald Trump sorgte am Donnerstagabend bereits für Bewegung an den Märkten, als er erklärte, dass geplante US-Luftangriffe auf Iran abgeblasen wurden. Dabei betonte er erneut, dass ein Abkommen nahezu abgeschlossen ist.
Das vorgeschlagene Abkommen würde nicht nur den bestehenden Waffenstillstand um sechzig Tage verlängern, sondern auch zur Aufhebung der US-Blockaden auf iranische Häfen führen. Im Gegenzug würde Iran freien Durchgang durch die Straße von Hormus garantieren.
Dennoch ist Vorsicht geboten. Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums erklärte, dass noch keine endgültige Einigung erzielt wurde. Auch andere Diplomaten warnen, dass frühere Phasen des Optimismus letztlich nicht zu einem endgültigen Abkommen geführt haben.
Die ersten Reaktionen an den Finanzmärkten waren positiv. Die Ölpreise fielen sofort, nachdem Signale über einen möglichen Deal veröffentlicht wurden. Gleichzeitig stiegen die Aktienmärkte weltweit, da Anleger mit abnehmenden geopolitischen Risiken rechnen.
Auch für den Kryptomarkt könnte eine weitere Entspannung der Spannungen vorteilhaft sein. Historisch gesehen profitieren risikoreiche Anlagen oft, wenn die Unsicherheit abnimmt und Investoren eher bereit sind, Kapital in Aktien und digitale Vermögenswerte zu verlagern.
Sollte ein endgültiges Abkommen tatsächlich nächste Woche unterzeichnet werden, könnte das nicht nur Auswirkungen auf den Energiemarkt haben, sondern auch auf den breiteren Finanzsektor und den Bitcoin-Kurs, der in den vergangenen Monaten stark von geopolitischen Entwicklungen beeinflusst wurde.
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