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Präsident Donald Trump sagt, dass er geplante Militärschläge gegen den Iran abgesagt hat. Das ist eine bemerkenswerte Kehrtwende, nur wenige Stunden nachdem er noch gedroht hatte, das Land „sehr hart“ zu treffen und die iranische Ölinfrastruktur zu übernehmen.

Trump verwies am Donnerstag auf neue „Gespräche“ über ein mögliches Ende des Krieges. Seinen Angaben zufolge seien diese Gespräche bis „zur höchsten Ebene der iranischen Führung“ vorgedrungen. Zudem sagte er, dass Zeit und Ort für die Vertragsunterzeichnung bald bekannt gegeben würden. Weitere Details nannte er nicht.

Trump vollzieht plötzliche Kehrtwende

„Ich habe, als Präsident der Vereinigten Staaten, die für heute Abend geplanten Angriffe und Bombardements auf den Iran abgesagt“, schrieb Trump in den sozialen Medien.

Die Äußerung ist die neueste Wendung in einer Reihe widersprüchlicher Signale aus dem Weißen Haus. Mal warnt Trump vor harten militärischen Maßnahmen, mal betont er, dass ein Friedensabkommen nahe sei. Bislang ist keines der beiden Szenarien Realität geworden. Die Verhandlungen zwischen Washington und Teheran stecken weiterhin bei heiklen Themen fest, darunter das iranische Atomprogramm und eingefrorene iranische Vermögenswerte in Milliardenhöhe.

Die Finanzmärkte reagierten unmittelbar auf die Nachricht. Der Ölpreis sank um fast vier Prozent, wodurch Brent-Öl erneut unter die Marke von 90 Dollar pro Barrel fiel. Der Iran hat bisher nicht auf Trumps Äußerungen reagiert.

Iran fehlt auffällig auf der Liste

Trump erklärte, dass die Konturen eines Abkommens inzwischen von einer langen Reihe von Ländern gebilligt wurden, darunter die Vereinigten Staaten, Israel, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar, die Türkei, Pakistan, Bahrain, Kuwait, Jordanien und Ägypten.

Bemerkenswerterweise erwähnte er nicht den Iran als Partei, die den vorgeschlagenen Vereinbarungen zugestimmt habe. Dies wirft Fragen auf, wie weit die Verhandlungen tatsächlich fortgeschritten sind und ob Teheran dieselbe Sichtweise der Gespräche teilt.

Trotz seines optimistischen Tons machte Trump deutlich, dass der Druck auf den Iran vorerst nicht nachlässt. Laut dem Präsidenten bleibt die amerikanische Seeblockade um die Straße von Hormus vollständig in Kraft, bis ein endgültiges Abkommen erreicht und unterzeichnet ist. Damit bleibt eines der wichtigsten Druckmittel Washingtons vorerst bestehen.

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