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Washington dreht den Geldhahn für Iran weiter zu und greift nun auf Kryptowährungen zurück. Insgesamt 344 Millionen Dollar in USDT wurden eingefroren – der bisher härteste Schlag im digitalen Teil des Konflikts.
Die Aktion startete Donnerstag bei Tether, dem Herausgeber der weltweit größten Stablecoin USDT. Das Unternehmen setzte zwei Adressen im Tron-Netzwerk auf die schwarze Liste, die zusammen 344 Millionen Dollar in USDT hielten. Eine Adresse enthielt 213 Millionen Dollar, die andere 131 Millionen Dollar.
Kryptowährungen sind bekannt für ihren dezentralen Charakter, bei dem man Coins ohne Zwischenhändler verwalten und versenden kann. Bei Bitcoin (BTC) gibt es kein Unternehmen, das die Coins verwaltet, bei USDT ist jedoch Tether dafür verantwortlich. Dieses Unternehmen unterliegt gesetzlichen Regelungen und muss Anweisungen der Behörden befolgen.
Tether hat daher eine Funktion integriert, mit der es jede Wallet einfrieren kann. Dies geschah nun auf Ersuchen des US-amerikanischen OFAC und der Strafverfolgungsbehörden.
Einen Tag später bestätigte Finanzminister Scott Bessent offiziell auf X.
„Wir werden dem Geld folgen, das Teheran verzweifelt aus dem Land schaffen will, und alle finanziellen Lebensadern des Regimes angreifen,“ erklärte er auf X.
Im Rahmen der sogenannten Economic Fury wurden Anfang des Jahres bereits zwei in Großbritannien registrierte Kryptobörsen auf die schwarze Liste gesetzt, weil sie Transaktionen für die Iranische Revolutionsgarde abwickelten. Im März fror Tether zusätzlich 6,76 Millionen Dollar in USDT ein, die mit IRGC- und Houthi-Netzwerken in Verbindung standen.
Iran nutzt seit Jahren Kryptowährungen, um westliche Sanktionen zu umgehen. Diese Sanktionen sind Strafmaßnahmen, mit denen die USA und Europa iranische Banken und Unternehmen vom globalen Finanzsystem abschneiden, als Reaktion auf unter anderem das Atomprogramm.
Laut dem Forschungsinstitut Chainalysis wuchs das iranische Kryptovermögen bis 2025 auf 7,8 Milliarden Dollar an. Ungefähr die Hälfte davon wird von der Iranischen Revolutionsgarde gehalten.
Ein US-amerikanischer Funktionär erklärte gegenüber CNN, dass die eingefrorenen Wallets Transaktionen mit iranischen Börsen und Umleitungswegen zur Zentralbank von Iran durchführten. Diese Zentralbank verwendet nach Angaben von Washington zunehmend komplexere Methoden, um grenzüberschreitende Zahlungen unter dem Radar zu halten.
Anfang dieses Monats berichtete die Financial Times, dass Iran Bitcoin als Zahlung für Durchgangsgebühren in der Straße von Hormus akzeptiert. Durch diese Meerenge läuft etwa 20 Prozent des weltweiten Ölhandels.
Ob die Einfrierung Iran wirklich in die Knie zwingt, bleibt fraglich. Daniel Tannebaum, Senior Fellow beim Atlantic Council, bezeichnete die Maßnahme als „bedeutend“, merkte jedoch an, dass dies angesichts der bereits umfangreichen Sanktionen gegen Iran „nicht unbedingt die Nadel bewegen“ werde, um iranische Aktivitäten im aktuellen Konflikt zu stoppen.
Zusätzlich zu den Kryptosanktionen setzte das Finanzministerium am Freitag die chinesische Raffinerie Hengli Petrochemical auf die schwarze Liste. Dieses Unternehmen soll eine Schlüsselrolle im iranischen Ölexport spielen. Der Druck auf Teheran wird somit von allen Seiten erhöht.
Der Militärangehörige soll mit Insiderwissen auf der Prognoseplattform Polymarket gehandelt und dabei über 400.000 Dollar Gewinn erzielt haben.
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