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Die US-Zentralbank hat Richtlinien aufgehoben, die Banken stark in ihren Aktivitäten im Kryptosektor einschränkten. Damit wird ein bedeutendes Hindernis beseitigt, das seit 2023 viele Kryptodienste von vornherein blockierte. So wird das Anti-Krypto-Politik des Wächters des amerikanischen Bankensystems mehr und mehr aufgehoben.
Die Federal Reserve (Fed) gab am Mittwoch bekannt, dass sie ein strenges Politikdokument aus 2023 gestrichen und durch einen flexibleren Ansatz ersetzt hat. Damals galt ein „starker Verdacht“ gegen sogenannte neue Aktivitäten bei staatlichen Banken, zu denen viele Krypto-Aktivitäten zählten. Laut der Zentralbank hat sich ihr Blick auf die Risiken mittlerweile verändert.
Im Jahr 2023 entschied die Fed, dass von ihr kontrollierte staatliche Banken nur Aktivitäten ausführen durften, die auch explizit für nationale Banken erlaubt sind. Dies traf insbesondere die Kryptobranche. Tätigkeiten wie das Halten von Bitcoin in der Bilanz oder das Ausgeben von Stablecoins, Kryptowährungen, die an Fiatgeld (wie den Dollar) gekoppelt sind, wurden praktisch unmöglich gemacht.
„Das Politikdokument von 2023 beschränkte staatliche Banken auf dieselben Aktivitäten, die auch andere Aufsichtsbehörden erlauben,“ schreibt die Fed. „Seitdem haben sich das Finanzsystem und unser Verständnis von innovativen Produkten und Dienstleistungen weiterentwickelt.“
Unter der neuen Politik ab 2025 bleiben versicherte staatliche Banken mit FDIC-Einlagensicherung an strikte Regeln gebunden. Nicht versicherte staatliche Banken dürfen künftig im Einzelfall um Erlaubnis bitten, um Aktivitäten durchzuführen, die zuvor nicht erlaubt waren.
Im Juni entschied die Fed bereits, dass Aufsichtsbehörden keine Rücksicht mehr auf sogenanntes Reputationsrisiko bei der Kontrolle von Banken nehmen dürfen. Dieser vage Begriff wurde jahrelang genutzt, um Krypto-Unternehmen indirekt aus dem Bankensystem herauszuhalten.
Durch das Streichen des Reputationsrisikos mussten sich die Aufsichtsbehörden fortan auf konkrete finanzielle Risiken konzentrieren. Die Aufhebung der Krypto-Richtlinien aus 2023 gilt nun als nächster Schritt in einem breiteren Wandel in Washington.
Präsident Donald Trump äußert sich offen positiv über die Branche und ist, zusammen mit seiner Familie, selbst tief in der Branche engagiert. Er macht kein Geheimnis daraus, dass er die Vereinigten Staaten zur ‚Krypto-Hauptstadt der Welt‘ machen möchte.
Obwohl die Fed formal unabhängig ist, sind die Lockerungen bemerkenswert nach Jahren strenger Politik nach dem Untergang der Kryptobörse FTX. Anfang dieses Jahres beendete die Zentralbank auch ein spezielles Überwachungsprogramm für Kryptobanken.
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