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US-Staatsanwälte beachsichtigen, 3,44 Millionen Dollar in Tether (USDT) endgültig zu beschlagnahmen. Das Geld steht im Zusammenhang mit einem Investitionsbetrug, bei dem Opfer in mehreren Bundesstaaten getäuscht wurden.
Die Betrüger verwendeten eine bekannte Masche: Sie verschickten Nachrichten, die wie versehentlich versendet wirkten. Wer antwortete, wurde Schritt für Schritt zu einer Scheininvestition geleitet.
Die Methode ist einfach, aber effektiv. Opfer erhielten per SMS, WhatsApp oder Telegram eine Nachricht, die so aussah, als wäre sie für jemand anderen bestimmt. Wer mit „falsche Nummer“ antwortete, begann ungewollt ein Gespräch.
Von dort aus bauten die Betrüger geduldig ein Vertrauensverhältnis auf. Manchmal dauerte das Wochen. Schließlich boten sie eine vermeintlich exklusive Investitionsmöglichkeit an. In diesem Fall handelte es sich um eine Ethereum-Investition, die durch physische Goldreserven gedeckt sein sollte.
Die Opfer erhielten Anweisungen, Ethereum zu kaufen und an bestimmte Wallets zu senden. Die erhaltenen Kryptowährungen wurden dann schnell durch mehrere Zwischenstationen transferiert, in USDT umgewandelt und in den Wallets der Betrüger gespeichert.
Die Ermittlungen begannen Ende 2024, nachdem mindestens vier Personen Anzeige erstattet hatten. Zwei leben in Massachusetts, die anderen in Utah und South Carolina. Die Behörden beschlagnahmten das Geld bereits im Februar und März 2025. Mit der aktuellen Klage wollen sie die Erlaubnis, es endgültig zu konfiszieren.
Der Fall ist kein Einzelfall. In Massachusetts läuft ein Verfahren zur Rückforderung von 328.000 Dollar in USDT aus einem Liebesbetrug. In North Carolina beschlagnahmten die Behörden mehr als 61 Millionen Dollar in USDT, die mit einem Netzwerk gefälschter Investitionsplattformen in Verbindung standen.
Tether selbst arbeitet zunehmend aktiv mit den Ermittlungsbehörden zusammen. Das Unternehmen gab letzten Monat bekannt, dass es in den letzten drei Jahren 4,2 Milliarden Dollar an verdächtigen Guthaben eingefroren hat. Diese Entwicklung zeigt, dass Stablecoins zwar aufgrund ihrer Schnelligkeit und Einfachheit bei Betrügern beliebt sind, dass aber genau diese Transparenz der Blockchain es auch einfacher macht, sie zu fassen.
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