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US-Aktienfutures tendieren am Montag vorsichtig höher. Anleger reagieren positiv auf die Feuerpause zwischen den Vereinigten Staaten und Iran, bleiben mit Blick auf die Lage rund um die Straße von Hormus aber wachsam. Die Futures auf den S&P 500 und den Nasdaq 100 legten um 0,54 beziehungsweise 0,5 Prozent zu.
Damit startet der Markt mit einer Erholung in die Woche, allerdings ohne große Überzeugung. Die Waffenruhe wirkt weiterhin fragil.
Die Vereinigten Staaten und Iran vereinbarten am Sonntag, die Kampfhandlungen vorübergehend auszusetzen. Auch Handelsschiffe sollen die Straße von Hormus wieder ungehindert passieren können.
Das ist von Bedeutung, weil Hormus eine zentrale Route für den weltweiten Ölhandel ist.
Dennoch bleibt die Lage angespannt. Am Wochenende hatten die Vereinigten Staaten noch Angriffe auf iranische Militärziele geflogen, nachdem Iran nach Darstellung Washingtons gegen die Vereinbarungen verstoßen hatte. Trump drohte Teheran anschließend erneut mit einem harten Vorgehen.
Der Ölpreis stieg zum Wochenauftakt. Brent näherte sich der Marke von 73 Dollar je Barrel, während die US-Sorte WTI bei rund 70 Dollar notierte.

Das zeigt, dass der Markt weiterhin eine geopolitische Risikoprämie im Ölpreis einpreist.
Hält die Feuerpause, könnte das den Ölpreis später wieder stärker unter Druck setzen. Solange jedoch eine erneute Eskalation möglich bleibt, reagieren die Energiepreise empfindlich auf jede Meldung aus der Region.
Neben der Geopolitik spielt ein zweiter großer Faktor eine Rolle: Zweifel an KI-Aktien.
Die Wall Street kommt aus einer schwierigen Woche, in der Anleger Kapital aus großen Technologiekonzernen abzogen. Der S&P 500 verlor knapp 2 Prozent, der Nasdaq gab um 4,6 Prozent nach.
Nvidia und Alphabet fielen um mehr als 8 Prozent. Meta, Apple und Amazon verloren jeweils mehr als 4 Prozent. SpaceX wurde sogar um 17 Prozent abgestraft.
Nach Einschätzung von Ed Yardeni gibt es Anzeichen für eine KI-Müdigkeit am Markt. Anleger fragen sich zunehmend, ob die massiven Investitionen in KI-Infrastruktur am Ende ausreichend Rendite bringen.
Der Markt zweifelt nicht zwingend an KI als Technologie, wohl aber an den Bewertungen und an dem Tempo, mit dem Unternehmen weiter Geld in Rechenzentren, Chips und Modelle stecken.
Auffällig ist, dass sich der Dow Jones besser behauptete. Der Index ist weniger stark von Technologiewerten abhängig und legte in der vergangenen Woche sogar um 0,6 Prozent zu.
Merck und Johnson & Johnson zählten mit Kursanstiegen von 12,83 beziehungsweise 10,71 Prozent zu den wichtigsten Gewinnern.

Das passt zum Bild einer Rotation. Anleger verlassen den Aktienmarkt nicht in großem Stil, suchen vorübergehend aber Schutz außerhalb der besonders stark gehandelten KI-Titel.
Für den breiteren Markt ist das besser als eine vollständige Risk-off-Bewegung. Für den Nasdaq bleibt die Lage vorerst jedoch schmerzhaft.
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