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Die US-Börsenfutures bewegen sich kaum, während Anleger erneut auf Iran, Öl und die Straße von Hormus blicken.
Dow-Futures notieren leicht im Plus, S&P-500-Futures legten um 0,13 Prozent zu, Nasdaq-100-Futures sogar um 0,32 Prozent. Der Markt versucht einzuschätzen, ob eine Einigung über Hormus näher rückt oder ob die geopolitischen Spannungen wieder zunehmen. Diese Unsicherheit lastet auf der Wall Street.
Der S&P 500 schloss am Montag nahezu unverändert, doch unter der Oberfläche nahm die Nervosität zu. Vor allem der Ölpreis sendete ein klares Signal.
WTI-Öl stieg am Montag um 5,1 Prozent auf 82,13 Dollar je Barrel. Brent-Öl legte um 5 Prozent auf knapp 87 Dollar zu.

Das ist eine deutliche Bewegung. Auslöser war die wachsende Skepsis der Anleger gegenüber einer schnellen Wiedereröffnung der Straße von Hormus. Iran spricht zwar von einer nahenden Einigung mit Oman, Teheran lehnt direkte Gespräche mit den USA jedoch weiterhin ab, solange bestimmte Bedingungen nicht erfüllt sind.
Der iranische Außenminister Abbas Araghchi erklärte am Sonntag, Gespräche könnten nicht wieder aufgenommen werden, solange Washington die Vereinbarungen aus dem Memorandum vom Juni weiter verletze und Iran dafür nicht entschädige. Damit wird deutlich: Eine technische Regelung für Schifffahrtsrouten ist noch kein echter Friedensschluss.
Für die Finanzmärkte zählt vor allem, ob Energie sicher und berechenbar durch die Region fließen kann. Öffnet die Straße von Hormus nicht glaubwürdig wieder, bleibt Öl teuer. Und solange Öl teuer bleibt, wird es schwieriger, die Inflation zu senken.
Das betrifft unmittelbar die US-Notenbank. In der vergangenen Woche hatte ein schwacher Arbeitsmarktbericht den Markt noch gestützt. Der Beschäftigungsaufbau blieb hinter den Erwartungen zurück, weshalb Anleger hofften, die US-Notenbank könnte mehr Spielraum bekommen, die Zinsen vorerst nicht weiter anzuheben.
Fed-Funds-Futures zufolge ist die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September auf rund 50 Prozent gefallen. Eine Woche zuvor lag sie noch bei 67 Prozent.

In dieser Woche erhalten Anleger neue Inflationsdaten. Am Mittwoch wird der US-Verbraucherpreisindex für Juli veröffentlicht. Am Donnerstag folgt der Erzeugerpreisindex. Nach dem schwachen Arbeitsmarktbericht gewinnen diese Zahlen zusätzlich an Bedeutung.
Die US-Notenbank steckt damit in der Zwickmühle. Einerseits deutet der Arbeitsmarkt auf eine Abkühlung hin. Andererseits könnten höhere Energiepreise die Inflation erneut anfachen.
Genau dieses Szenario bereitet den Märkten Schwierigkeiten: weniger Wachstum, aber weiterhin hartnäckiger Preisdruck.
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