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Der US-Bundesstaat Indiana geht einen bemerkenswerten Schritt in Richtung breiterer Krypto-Adoption. Mit einem neuen Gesetz müssen verschiedene öffentliche Pensions- und Sparpläne künftig eine Investitionsmöglichkeit mit Krypto anbieten. Laut Analysten könnten selbst kleine Allokationen aus Pensionsfonds bereits Milliarden Dollar an neuem Kapital in den Kryptomarkt fließen lassen.
Das Gesetz, bekannt als House Bill 1042, wurde kürzlich von Gouverneur Mike Braun unterzeichnet. Der Vorschlag wurde letzte Woche bereits vom Parlament in Indiana angenommen.
Laut dem Gesetz müssen bestimmte öffentliche Pensionspläne spätestens bis Juli 2027 sogenannte Self-Brokerage-Accounts anbieten. Über diese Konten sollen Teilnehmer mindestens eine Krypto-Investition wählen können.
Die Verpflichtung gilt unter anderem für den Pensionsplan der Gesetzgeber, das Hoosier START Sparprogramm und verschiedene Pensionsfonds für Beamte und Lehrer. Das Gesetz enthält zudem Regelungen, die Krypto-Nutzer besonders schützen. So dürfen Regierungsbehörden in Indiana keine Vorschriften erlassen, die Krypto-Zahlungen, Mining oder die Eigenverwaltung von Krypto einschränken.
Lokalen Regierungen wird zudem weniger Spielraum eingeräumt, um Mining-Aktivitäten gesondert zu regulieren. Gemeinden oder Landkreise dürfen Krypto-Mining-Unternehmen oder private Miner nicht strenger behandeln als andere Unternehmen in derselben Zone.
Diskussionen über Mining finden auch in anderen Teilen der USA statt. In Texas versuchten Bewohner von Hood County letztes Jahr sogar, eine neue Gemeinde zu gründen, um die Lärmbelästigung durch eine Mining-Anlage anzugehen.
Das Gesetz in Indiana ist Teil eines breiteren Trends, bei dem immer mehr große Akteure Krypto in ihre Anlagestrategie aufnehmen. Laut Daten der Forschungsplattform Bitbo besitzen Unternehmen, ETFs und Regierungen mittlerweile zusammen über 3,7 Millionen Bitcoin (BTC). Das entspricht einem Marktwert von etwa 258 Milliarden Dollar.
Auch auf föderaler Ebene nimmt die Aufmerksamkeit zu. Der ehemalige US-Präsident Donald Trump unterzeichnete im vergangenen Sommer eine Verordnung, um den Zugang zu alternativen Anlagen wie Krypto in 401(k)-Pensionsplänen zu erweitern.
Einige Analysten erwarten, dass dies große Auswirkungen haben kann. Tom Dunleavy vom Investmentunternehmen Varys Capital erklärte, dass eine Allokation von nur einem Prozent in US-amerikanischen 401(k)-Pensionsplänen bereits etwa 120 Milliarden Dollar an neuer Kapitalzufuhr bringen könnte.
Stakeholder können bis zum 20. Mai zu den Plänen Stellung nehmen. Die eingegangenen Rückmeldungen werden zur Festlegung der endgültigen Vorschriften herangezogen.
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