Die US-Bitcoin Spot-ETFs verzeichneten am 7. März einen Nettoabfluss von fast 370 Millionen Dollar. Dies geschah als Reaktion auf den Exekutivbefehl von Präsident Donald Trump zur Schaffung einer strategischen Bitcoin-Reserve in den Vereinigten Staaten. Laut Daten von Farside Investors waren institutionelle Anleger enttäuscht darüber, dass die Regierung keine direkten Bitcoin-Käufe vornimmt.
Markt reagiert zurückhaltend trotz Anerkennung von Krypto
Am 6. März unterzeichnete Trump einen Exekutivbefehl zur Einrichtung einer nationalen Bitcoin-Reserve sowie einer breiteren digitalen Vermögensreserve. Beide Reserven werden jedoch zunächst ausschließlich aus Vermögenswerten bestehen, die die US-Regierung bereits durch Strafverfolgung und rechtliche Verfahren besitzt. Derzeit gibt es also keine Anzeichen dafür, dass die Regierung aktiv in Krypto investieren wird.
Das Dekret wies Regierungsbeamte an, „haushaltsneutrale Strategien zur Beschaffung zusätzlicher Bitcoin zu entwickeln“, vorausgesetzt, diese verursachen keine zusätzlichen Kosten für die Steuerzahler. Dies schien jedoch nicht ausgereicht zu haben, um den Markt zu begeistern.
„Kaufe das Gerücht, verkaufe die Nachricht“
Der Bitcoin-Kurs fiel im Vergleich zum Vortag um fast 4 %, was auch auf die zurückhaltende Haltung institutioneller Anleger zurückzuführen war. Dennoch gibt es optimistische Signale. Trumps Exekutivbefehl eröffnet nämlich die Möglichkeit für die USA, in Zukunft zusätzliche Bitcoin zu erwerben, ohne Steuergelder zu verwenden. Dies könnte einen neuen, großen Käufer in das Bitcoin-Ökosystem bringen.
Laut Ryan Rasmussen, Leiter der Forschung bei der Vermögensverwaltung Bitwise, könnte die Schaffung einer strategischen Bitcoin-Reserve dazu führen, dass andere Länder dem gleichen Beispiel folgen.
„Die US-strategische Reserve bedeutet, dass andere Länder Bitcoin kaufen werden“, sagt er. Coinbase-CEO Brian Armstrong teilt diese Vision.
Die unmittelbare Marktreaktion war jedoch negativ, mit einem großen Abfluss aus Bitcoin-ETFs und einem Kursrückgang. Es scheint ein klassischer Fall von „Kaufe das Gerücht, verkaufe die Nachricht“ zu sein. Langfristig könnte Trumps strategische Reserve jedoch tatsächlich zu einer breiteren Akzeptanz von Bitcoin weltweit beitragen.
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