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Bitcoin (BTC) hat gegenüber dem US-Aktienmarkt endlich wieder ein Ausrufezeichen gesetzt. Während der S&P 500 am Montag an Boden verlor, legte die größte Kryptowährung um mehr als zwei Prozent zu. Das klingt zunächst nach einem gewöhnlichen Handelstag, fällt aber auf. In den vergangenen Monaten war meist der S&P 500 stärker.
Ein Chart zum Verhältnis zwischen Bitcoin und dem S&P 500 zeigt unterdessen ein interessantes Muster. Nach Monaten der Schwäche scheint BTC gegenüber US-Aktien erneut einen Boden auszubilden. Offen ist, ob damit bereits eine Trendwende begonnen hat.
Der Bitcoin-Kurs stieg am Montag um rund 2,6 Prozent auf mehr als 64.000 Dollar. Damit verzeichnete BTC nach Daten von CoinDesk den besten Handelstag seit mehr als einem Monat.
Auf der anderen Seite des Marktes sah das Bild ganz anders aus. Der S&P 500 gab um etwa 0,5 Prozent nach. Bitcoin stieg damit nicht nur stärker als US-Aktien, beide Märkte bewegten sich sogar in entgegengesetzte Richtungen.
Das ist derzeit bemerkenswert. Das Blockchain-Analyseunternehmen Glassnode erklärt, dass Bitcoin in den vergangenen drei Monaten nur an rund einem Drittel der Handelstage besser abschnitt als der S&P 500.
Normalerweise gilt Bitcoin als deutlich schwankungsanfälligeres Investment als Aktien. Steigen die Finanzmärkte, fällt der Anstieg bei BTC oft kräftiger aus. Bei Kursrückgängen wirkt dieser Hebel in der Regel ebenfalls in die andere Richtung. In den vergangenen Monaten war davon jedoch kaum etwas zu sehen.
Eine mögliche Erklärung ist die enorme Begeisterung für künstliche Intelligenz an der Wall Street. Technologieaktien zogen viel Kapital an, während die Nachfrage nach Bitcoin zurückblieb.
Gerade deshalb ist der Chart von Bitcoin im Vergleich zum S&P 500 interessant. Er stellt nicht einfach beide Kurse gegenüber, sondern zeigt, wie stark BTC im Verhältnis zum US-Aktienindex abschneidet.

Seit dem Frühjahr ist in dem Chart ein deutlicher Rückgang zu erkennen. Anschließend bildeten sich mehrere Böden auf ähnlichen Niveaus. Auf den jüngsten Rücksetzer folgte erneut eine Erholung.
Das könnte darauf hindeuten, dass die relative Schwäche von Bitcoin nachlässt. Eine endgültige Trendwende ist damit aber noch nicht bestätigt. Oberhalb des aktuellen Verhältnisses liegt eine klare Zone, die zuvor als Widerstand fungierte. Erst ein Ausbruch darüber würde das technische Bild überzeugender aufhellen.
Für Anleger ist vor allem der Gegensatz zu den vergangenen Monaten relevant. Während Bitcoin seit seinem Rekordstand bei rund 126.000 Dollar etwa die Hälfte seines Werts verloren hat, erreichte der S&P 500 im Jahr 2026 neue Höchststände.
Der jüngste Handelstag hat dieses Muster zumindest kurzzeitig durchbrochen. Ob daraus mehr wird als ein einzelner starker Tag, muss sich in der kommenden Zeit zeigen.
Trotz der Erholung steht der Bitcoin-Kurs mit Blick auf das größere Bild weiter unter Druck. BTC erreichte den vorliegenden Quellen zufolge im Oktober 2025 ein Rekordhoch von mehr als 126.000 Dollar. Inzwischen bewegt sich die Kryptowährung wieder um 64.000 Dollar.
Damit ist seit dem Hoch etwa die Hälfte des Werts verloren gegangen.
Auch Zinserwartungen und Inflation bleiben sowohl für Krypto als auch für Aktien wichtig. Höhere Zinsen können riskante Anlagen weniger attraktiv machen, während Erwartungen auf Zinssenkungen zusätzliche Nachfrage auslösen können.
Der Chart gegenüber dem S&P 500 liefert nun ein weiteres Signal. Bitcoin muss sich nicht nur selbst erholen, sondern auch strukturell stärker werden als Aktien, um den Abwärtstrend in diesem Verhältnis tatsächlich zu durchbrechen.
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