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Sieben Monate nach Beginn des Krieges mit den Vereinigten Staaten gerät Iran weiter unter Druck. Die Inflation ist extrem hoch, die Öleinnahmen brechen weg, und die US-Blockade trifft eine der wichtigsten Einnahmequellen des Landes.

Zugleich erhöht Präsident Donald Trump den militärischen Druck und entsendet zusätzliche Truppen sowie einen Flugzeugträger in die Region.

Auch ein wichtiges Druckmittel Irans verliert an Wirkung. Die Ölexporte anderer Länder im Nahen Osten haben sich trotz der Spannungen rund um die Straße von Hormus weitgehend erholt. Dadurch fällt es Iran schwerer, die weltweite Ölversorgung zu beeinträchtigen. Während wieder große Mengen Öl aus der Region auf den Markt gelangen, sind Irans eigene Exporte nahezu vollständig zum Erliegen gekommen.

Irans Wirtschaft unter massivem Druck

Die wirtschaftliche Lage in Iran verschlechtert sich rasch. Die Inflation ist außergewöhnlich hoch, und der iranische Rial hat in den vergangenen Monaten erneut deutlich an Wert verloren. Importierte Waren werden dadurch für die Bevölkerung immer teurer. Wie AP diese Woche berichtete, fiel die Währung auf einen neuen Tiefstand: Für einen Dollar mussten mehr als 2,5 Millionen Rial bezahlt werden.

Hinzu kommt die US-Blockade, die eine der wichtigsten Einnahmequellen Irans trifft: das Ölgeschäft. Aktuellen Daten zufolge wurde im September nahezu kein iranisches Öl mehr für den Export verladen. Iran kann China noch teilweise aus Beständen auf See beliefern, doch diese Vorräte sind begrenzt.

Bei anderen Ölproduzenten in der Region erholen sich die Exporte dagegen rasch. Die Ölausfuhren aus der Golfregion liegen inzwischen wieder nahe dem Vorkriegsniveau. Die Produzenten nutzen unter anderem alternative Pipelines und Schifffahrtsrouten, um die Probleme rund um die Straße von Hormus zu umgehen.

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Trump entsendet weitere Truppen in den Nahen Osten

Zugleich erhöht Washington den militärischen Druck. Die Vereinigten Staaten entsenden den Flugzeugträger USS Theodore Roosevelt und zusätzliche Truppen in den Nahen Osten. Laut der vorliegenden Quelle handelt es sich um rund 10.000 zusätzliche US-Marineinfanteristen und Marinesoldaten.

Damit könnte die US-Militärpräsenz in der Region weiter zunehmen. Die Verstärkung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Verhandlungen zwischen Washington und Teheran kaum vorankommen. Vermittler bemühen sich weiterhin um eine Einigung, unter anderem zur Straße von Hormus, zu Sanktionen und zum iranischen Atomprogramm.

Iran warnt unterdessen, auf neue amerikanische oder israelische Angriffe zu reagieren. Zugleich hat Teheran Vorschläge vorgelegt, die Spielraum für weitere Verhandlungen lassen. Das verdeutlicht das wachsende Dilemma: Zugeständnisse könnten den wirtschaftlichen Druck verringern, eine härtere Haltung dagegen den Konflikt weiter eskalieren lassen.

Straße von Hormus bleibt entscheidend für den Ölpreis

Für die Finanzmärkte bleibt vor allem die Straße von Hormus von Bedeutung. Iran nutzte die strategisch wichtige Schifffahrtsroute in den vergangenen Monaten, um Druck auf den internationalen Energiemarkt auszuüben.

Dieser Einfluss scheint nun nachzulassen. Öl aus anderen Golfstaaten gelangt zunehmend leichter auf den Markt, während die iranischen Exporte nahezu zum Erliegen gekommen sind. Von einer Normalisierung ist die Lage dennoch weit entfernt. Vor allem der Handel mit Diesel und anderen raffinierten Kraftstoffen bleibt erheblich beeinträchtigt.

Das erklärt, warum Öl trotz der Erholung der Exporte teuer bleibt. Der Preis für Brent-Öl bewegte sich diese Woche um 100 Dollar je Barrel. Neue Angriffe oder eine weitere militärische Eskalation könnten die Energiepreise erneut steigen lassen.

Das setzt auch Trump unter Druck. Hohe Öl- und Kraftstoffpreise belasten die US-Verbraucher kurz vor den Zwischenwahlen im November. Iran gerät wirtschaftlich somit immer stärker unter Druck, doch auch Washington hat ein Interesse daran, einen erneuten Energiepreisschock zu verhindern.

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