Für Bitcoin steht diese Woche natürlich ganz im Zeichen der Strategic Bitcoin Reserve der Vereinigten Staaten. Zunächst schien es, als würde die Regierung die unspektakulärste Variante einer Bitcoin-Reserve umsetzen – nämlich nur mit den bereits beschlagnahmten Coins, ohne neue Käufe.
Doch das ist nicht die ganze Geschichte, denn die Formulierungen im Dekret lassen ein interessantes Graufeld entstehen.
Und warum sollte man sich für dieses Graufeld entscheiden, wenn man eigentlich nicht vorhat, mehr Bitcoin zu kaufen?
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Das Graufeld in Trumps Bitcoin-Reserve
Trumps Team versteht natürlich, dass Teile der Gesellschaft rebellieren würden, wenn Milliarden Dollar an Steuergeldern für Bitcoin ausgegeben würden.
Da Bitcoin als Finanzanlage noch nicht auf dem Niveau von Gold ist, kann die Regierung es nicht einfach verkaufen, um mit den Erlösen mehr BTC zu kaufen. Daher wurde wohl bewusst die Möglichkeit geschaffen, „budgetneutrale“ Käufe zu tätigen.
Budgetneutral bedeutet, dass unter dem Strich keine zusätzlichen Kosten entstehen – und das eröffnet einige Möglichkeiten, um mehr Bitcoin zu sammeln.
Das wurde von David Sacks, dem „Krypto-Zaren“ der Trump-Regierung, bestätigt. Eleanor Terrett schrieb, dass „der Unterschied“ zwischen der Bitcoin-Reserve und der Reserve für andere Kryptowährungen darin liege, dass die Regierung aktiv nach Wegen suche, um zusätzliche Bitcoin zu erwerben – auf eine budgetneutrale Weise. Für Altcoins gelte das hingegen nicht.
David Sacks bestätigte das mit einem einfachen: „Akkurat.“

Was bedeutet budgetneutral?
Michael Saylor reagierte sofort auf einen Beitrag von David Sacks mit den Worten: „Ich habe ein paar budgetneutrale Strategien, um mehr Bitcoin zu sammeln.“
Er ist natürlich Vorstandsvorsitzender von Strategy, dem ehemaligen MicroStrategy, das seit August 2020 über 500.000 Bitcoin angesammelt hat. Sein Unternehmen ist bekannt für kreative Wege, um kontinuierlich mehr Bitcoin zu kaufen.
Auch viele Bitcoin-Anhänger haben bereits Vorschläge gemacht. Zum Beispiel könnten Bitcoin-Anleihen ausgegeben oder Gold verkauft werden. Das klingt zwar unwahrscheinlich – aber wer hätte vorhergesagt, dass Donald Trump im Jahr 2025 eine Strategic Bitcoin Reserve ins Leben rufen würde?
Zudem könnte die Regierung über den Exchange Stabilization Fund Bitcoin im Wert von 39 Milliarden Dollar kaufen. Alternativ wäre es möglich, Sonderziehungsrechte (SDRs) des IWF im Wert von 160 Milliarden Dollar zu verkaufen, um Bitcoin zu kaufen – ohne dass die Steuerzahler belastet würden.
Es gibt also durchaus einige Optionen. In den kommenden Monaten wird sich zeigen, ob die USA diese Möglichkeiten ernsthaft nutzen.
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