Die Open-Source-Zahlungsplattform UPCX wurde Opfer eines Hackerangriffs. Dabei wurden rund 70 Millionen US-Dollar in digitalen Vermögenswerten gestohlen, wie das Sicherheitsunternehmen Cyvers bestätigt.
Der Angreifer nutzte einen Trick: Er bekam Zugriff auf eine wichtige UPCX-Adresse und änderte dort den sogenannten ProxyAdmin-Vertrag. Dadurch erhielt er Administratorrechte und konnte Geld von drei verschiedenen Verwaltungs-Konten abheben.
Sicherheitslücke noch nicht geschlossen
UPCX hat die „unbefugten Aktivitäten“ bestätigt und Ein- und Auszahlungen vorübergehend gestoppt. Das Team untersucht den Vorfall, betont aber, dass die Guthaben der Nutzer sicher geblieben sind.
Die eigene Kryptowährung von UPCX, der UPC-Token, verlor nach Bekanntwerden der Nachricht an Wert. Der Preis fiel um 7 %, von 4,06 $ auf 3,77 $.
Was ist passiert?
Laut Meir Dolev, dem technischen Leiter von Cyvers, ist die genaue Ursache der Attacke noch unklar. Er vermutet aber, dass der Angriff auf schwache Passwörter oder unzureichende Zugangskontrollen zurückzuführen ist.
Solche Probleme seien laut Dolev die Hauptursache für über 80 % aller Krypto-Diebstähle im Jahr 2024. Der Angriff folge einem bekannten Muster, bei dem Angreifer sich Zugang zu wichtigen Verwaltungsrollen verschaffen und dann Gelder abziehen.
Er fordert mehr Sicherheit bei Wallet-Berechtigungen, Multisignatur-Systemen und der Überprüfung von Transaktionen in Echtzeit.
Besonders hoher Schaden
Der finanzielle Schaden ist auffällig groß. Im März 2025 wurden weltweit „nur“ 33 Millionen Dollar durch Krypto-Hacks gestohlen. Der Angriff auf UPCX hat also mehr als doppelt so viel Schaden verursacht.
UPCX hat noch nicht bekannt gegeben, wann der normale Betrieb wieder aufgenommen wird. Das Team verspricht jedoch, alles zu tun, um das Problem zu lösen.
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