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Ein ehemaliger FBI-Agent ist in den USA angeklagt worden, digitale Vermögenswerte im Wert von rund 1 Million Dollar gestohlen zu haben. Nach Angaben der Justiz nutzte er interne Systeme der Bundespolizei, um Zugriff auf Krypto-Wallets zu erhalten.
Bemerkenswert ist zudem, dass Ermittler einen ChatGPT-Verlauf fanden, in dem der Beschuldigte fragte, wie er eine Million Dollar am besten investieren könne.
Der frühere FBI-Agent Patrick Steven Yaroch soll sich mithilfe interner Systeme Zugang zu Krypto-Wallets verschafft haben, die das FBI im Rahmen von Ermittlungen gegen einen ausländischen Gegner der USA beschlagnahmt hatte. Der Anklage zufolge beschaffte er sich die Zugangsdaten und überwies die digitalen Vermögenswerte anschließend auf Wallets, die er selbst kontrollierte.
Yaroch bekannte sich schuldig, zwischen Ende 2024 und Anfang 2025 zehn nicht autorisierte Transaktionen durchgeführt zu haben. Die gestohlenen digitalen Vermögenswerte hatten nach Angaben der Justiz einen Wert von rund 1 Million Dollar.
Einen Teil des Geldes brachte er bei Suilend unter, einer DeFi-Plattform, auf der Nutzer Krypto-Coins verleihen oder sperren können, um Rendite zu erzielen.
Der Fall kam ins Rollen, nachdem Yaroch den Vorfall selbst gemeldet hatte. Kurz darauf wurde er vom Dienst suspendiert und entlassen. Zwei Tage später folgte seine Festnahme.
Bei einer Hausdurchsuchung fanden Ermittler unter anderem eine Trezor-Hardware-Wallet, Wiederherstellungsphrasen für Krypto-Wallets und mehrere elektronische Geräte. Dadurch erhielten die Behörden Zugriff auf seine Konten bei Suilend und der Kryptobörse Kraken.
Mit Y arochs Mitwirkung konnte die Justiz schließlich digitale Vermögenswerte im Wert von rund 925.000 Dollar sichern.
Während der Ermittlungen stießen die Behörden auch auf einen ChatGPT-Verlauf, den Yaroch im Mai geführt hatte. Darin fragte er:
Wenn ich eine Million Dollar hätte: Wie würdest du mir empfehlen, sie zu investieren oder auszugeben, um die höchstmögliche Rendite zu erzielen?
ChatGPT gab daraufhin allgemeine Anlagehinweise und nannte unter anderem Immobilien, Aktien sowie ein ruhigeres Leben in einer Wein- oder Agrarregion, etwa im italienischen Cilento oder in der portugiesischen Weinregion Dão.
Es gibt keine Hinweise darauf, dass ChatGPT wusste, dass sich die Frage möglicherweise auf gestohlenes Geld bezog. Die Ankläger nahmen die Konversation als Teil des Beweismaterials auf, um Einblick in das Vorgehen des Beschuldigten zu geben.
Es ist nicht das erste Mal, dass ein US-Ermittlungsbeamter wegen der Veruntreuung von Kryptowährungen verurteilt wird.
Der frühere DEA-Agent Carl Force wurde 2015 zu sechs Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt, nachdem er im Zuge der Silk-Road-Ermittlungen Bitcoin (BTC) im Wert von rund 700.000 Dollar veruntreut hatte.
Im selben Jahr wurde auch der ehemalige Secret-Service-Agent Shaun Bridges zu sechs Jahren Haft verurteilt, weil er im Rahmen derselben Ermittlungen Bitcoin im Wert von rund 350.000 Dollar gestohlen hatte.
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