Die ukrainische Regierung hat die Krypto-Wettplattform Polymarket für Einwohner des Landes gesperrt. Laut den Aufsichtsbehörden fehlen Polymarket die erforderlichen Lizenzen. Zudem bietet die Seite umstrittene Wetten zum Krieg mit Russland an. Dies war für die Behörden ausschlaggebend.
Wetten auf Kriegsereignisse
Am 10. Dezember 2025 erließ die ukrainische „Nationale Kommission für die Regulierung elektronischer Kommunikation“ einen Beschluss. Darin wurden Internetanbieter verpflichtet, den Zugang zu Polymarket zu blockieren. Grund dafür ist das Angebot von Wetten ohne die notwendigen Lizenzen. Daher ist die Website innerhalb der Ukraine seit Kurzem unzugänglich.
Die lokalen Behörden sehen die Wettplattform als eine Form von nicht lizenzierten Online-Glücksspielen. Nutzer können mit Kryptowährungen auf den Ausgang von Ereignissen wetten. Obwohl dies über einen Markt geschieht, auf dem Positionen gekauft und verkauft werden, betrachten die Behörden das Modell rechtlich als Glücksspiel. Daher sind Lizenzen erforderlich.
Neben den fehlenden Lizenzen waren die angebotenen Wetten zum Krieg im Land ein weiterer Grund für die Blockade. So gab es Möglichkeiten für Nutzer, Positionen einzunehmen, die vorhersagen, welche Stadt wann im Krieg mit Russland fallen würde.
Dies war ein Punkt, der die ukrainischen Behörden besonders störte. Kürzlich stand die Plattform bereits unter Druck, als ein unbekannter Nutzer Gewinne aus Vorhersagen über die Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro erzielte.
Polymarket in mehreren Ländern blockiert
Die aktuelle Diskussion dreht sich darum, ob die Wettplattform als Markt oder als Glücksspielseite betrachtet werden sollte. Die Ukraine ist nicht das erste Land, das die Website wegen fehlender Glücksspiel-Lizenzen blockiert hat. Inzwischen ist die Plattform in 33 Ländern teilweise oder vollständig gesperrt.
Polymarket vertritt derweil die Auffassung, dass Positionen mit darauf folgenden Ergebnissen gehandelt werden und es daher als Markt betrachtet werden sollte. Ihrer Meinung nach sind die getroffenen Entscheidungen ungerechtfertigt.
Nach ukrainischem Recht ist es grundsätzlich verboten, Kryptowährungen für Glücksspiele zu verwenden. Laut den ukrainischen Glücksspiel- und Lotterieaufsichtsbehörden könnte der Zugang PlayCity nur wiederhergestellt werden, wenn die Regeln eingehalten werden. Die derzeitige Blockade soll Verbraucher vor illegalen Glücksspielseiten schützen.
CLARITY Act in den USA vor deutlicher Verzögerung
Der CLARITY Act könnte sich verzögern, weil das Repräsentantenhaus zwei Abstimmungswochen streicht. Die Beratungen könnten damit bis nach den Midterms verschoben werden.
Britische Ermittler frieren Millionen bei Sorare ein
Britische Behörden ermitteln gegen Sorare, nachdem Millionen Pfund eingefroren wurden. Zugleich geraten Sponsorenverträge zwischen Blockchain-Unternehmen und Fußballklubs zunehmend in den Fokus.
Japan lockert Stablecoin-Regeln ab 2027
Japan will die Steuervorschriften für bestimmte Stablecoins lockern und administrative Auflagen abbauen. Zugleich treibt das Land ab 2027 eine umfassendere Reform seiner Kryptoregulierung voran.
Meist gelesen
Google Gemini prognostiziert XRP-Kurs für den 1. September 2026
Google Gemini geht davon aus, dass XRP bis zum 1. September weiter zulegen könnte, warnt aber auch vor einer möglichen Korrektur auf 1,20 Dollar.
Elon Musks Grok nennt XRP-Kursziel für den 1. September
Grok erwartet für den 1. September einen XRP-Kurs von 1,65 Dollar, im besten Fall 2 Dollar. Zunächst muss die Zone um 1,55 Dollar halten.
Ethereum, XRP und Solana fallen nach Höchstständen seit Januar – morgen wird entscheidend
Der Kryptomarkt hat in dieser Woche kräftig zugelegt, nun legen die Kurse eine Verschnaufpause ein. Der morgige Tag wird entscheidend.
