Die sogenannten „Diamant-Hände” unter den Bitcoin-Investoren haben in den letzten Monaten kräftig zugekauft. Ihr Bestand hat sich vervierfacht, wodurch ein großer Teil des Angebots in digitalen Tresoren verschwindet, die so schnell nicht mehr geöffnet werden.
Vier Millionen Bitcoins in sicheren Händen
Diese „überzeugten Käufer“ halten nun insgesamt fast vier Millionen Bitcoin (BTC), was bei dem aktuellen Kurs ungefähr 316 Milliarden Dollar entspricht. Im Vergleich zum Ende des Jahres 2025 ist das eine Zunahme von 300 Prozent.
Das erworbene Anlagevermögen wird voraussichtlich vorerst dort bleiben, wo es ist. Diese Anleger sind dafür bekannt, dass ihre Coins kaum bewegt werden, unabhängig von der Kursentwicklung. Die Bitcoins verschwinden damit effektiv aus der Umlaufmenge.
Das ist eine positive Nachricht für den Bitcoin Kurs. Je weniger Coins zum Handel verfügbar sind, desto schneller kann der Preis steigen, wenn die Nachfrage zunimmt.
Zum Vergleich: Aktuell sind 20,03 Millionen Bitcoins im Umlauf. Davon sind laut dem Core-Developer Jameson Lopp weitere 5,6 Millionen seit über zehn Jahren in inaktiven Wallets gefangen. Zählt man beide Gruppen zusammen, ist nahezu die Hälfte aller Bitcoins faktisch vom Markt verschwunden.
Laut Bitfinex ist dies der größte Zuwachs in zwei Quartalen seit dem Corona-Crash 2020, als eine ähnliche Kaufwelle den Grundstein für eine explosive Rally legte.
Der Bitcoin-Kurs hat bereits einen ordentlichen Anstieg hinter sich und es bleibt abzuwarten, ob es sich dabei um eine vorübergehende Erholung oder tatsächlich den Beginn einer langfristigen Aufwärtsbewegung handelt.
Stabile Basis für den Kurs
Den Markt stabilisieren nicht nur die überzeugten Käufer. Laut Untersuchungen der Krypto-Börse CEX.IO stehen mittlerweile fast 70 Prozent der jüngsten Bitcoin-Käufer im Plus. Wer im Gewinn ist, verkauft bei einem kleinen Rückgang eher ungern.
Analysten sehen diese Kombination aus Knappheit und stabilen Käufern als Auftakt für eine neue Aufwärtsbewegung. „Historisch gesehen haben Perioden mit knapperem Angebot in Kombination mit zunehmender Nachfrage die Voraussetzungen für die aggressivsten Kursanstiege des Bitcoins geschaffen”, sagt Marktanalyst Mati Greenspan von Quantum Economics.
„Mit ETF-Strömen und institutionellen Käufen, die struktureller als spekulativ werden, wechselt ein größerer Teil des Angebots in überzeugte Hände”, so Enso-CEO Connor Howe.
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