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Der Schweizer Bankriese UBS erwägt, vermögenden Kunden bald Zugang zu Bitcoin und Ether zu ermöglichen. Damit folgt der größte Vermögensverwalter der Welt einem Trend, der die gesamte Finanzbranche bewegt.
Laut Bloomberg-Quellen arbeitet UBS an einem Krypto-Angebot für ausgewählte Private-Banking-Kunden in der Schweiz. Der Dienst soll später auch in Asien und den USA verfügbar sein.
Die Bank, die fast fünf Billionen Dollar verwaltet, möchte ihren Kunden Handel mit Bitcoin und Ethereum ermöglichen. Damit distanziert sich UBS von ihrer bisher vorsichtigen Haltung gegenüber Krypto. „Wir beobachten Marktentwicklungen und Kundenbedürfnisse genau“, so ein Sprecher. „Die Blockchaintechnologie spielt dabei eine wichtige Rolle.“
Der Schritt von UBS steht nicht allein. Große US-Akteure wie JPMorgan und Morgan Stanley erweitern ihr Krypto-Angebot. So können E*Trade-Kunden bald in Bitcoin, Ether und Solana handeln. JPMorgan prüft sogar Krypto-Handel für institutionelle Kunden.
Die Nachfrage nach digitalen Vermögenswerten kommt vor allem von vermögenden Kunden, die Krypto als Ergänzung zu traditionellen Anlagen sehen. Die Genehmigung von US-Bitcoin-ETFs, darunter von BlackRock, hat dieses Vertrauen gestärkt. Diese Fonds verwalten mittlerweile fast 140 Milliarden Dollar an Krypto-Vermögen.
Strenge Kapitalanforderungen nach Basel-III-Vorgaben hindern Banken oft daran, großflächig in Krypto einzusteigen. Die USA üben jedoch Druck auf die internationalen Regulierungsbehörden aus, diese Regeln zu überarbeiten. Das könnte den Weg für mehr Banken freimachen, ihren Kunden Zugang zu digitalen Vermögenswerten zu bieten.
UBS machte 2023 bereits den ersten Schritt, indem sie in Hongkong Krypto-ETFs für vermögende Kunden bereitstellte. Damit folgte sie dem Beispiel von Konkurrenten wie HSBC.
Bisher konzentrierte sich UBS vor allem auf Blockchain-Infrastruktur für Themen wie tokenisierte Fonds und digitale Zahlungen. Mit diesem neuen Schritt verschiebt sich der Fokus auf die direkte Exposition gegenüber Krypto wie Bitcoin. Damit folgt UBS der Bewegung der breiteren Finanzwelt, die digitale Vermögenswerte immer ernster nimmt.
Ob die Bank tatsächlich Krypto-Handel anbieten wird, hängt noch von der Wahl der Partner und den Genehmigungen der Aufsichtsbehörden ab. Klar ist jedoch, dass UBS sich auf eine Zukunft vorbereitet, in der Krypto nicht mehr eine Nische, sondern ein strategischer Baustein im modernen Vermögensmanagement ist.
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