Die türkischen Behörden haben kürzlich Hunderte Millionen Dollar an Kryptovermögen im Rahmen einer großen Untersuchung zu illegalen Online-Glücksspielen und Geldwäsche eingefroren. Dabei erhielt die Regierung Unterstützung von Tether, dem Unternehmen hinter der größten Stablecoin der Welt.
Tether USDT spielt entscheidende Rolle bei Einfrierung
Die eingefrorenen Kryptovermögen sollen Veysel Sahin gehören, der verdächtigt wird, ein Netzwerk für illegales Online-Glücksspiel und Geldwäsche zu betreiben. Die türkische Justiz schaltete Tether nach der Analyse verdächtiger Geldströme ein. Laut Tether handelte das Unternehmen sofort, nachdem die entsprechenden rechtlichen Schritte eingeleitet worden waren.
Tether-Chef Paolo Ardoino erklärte, dass das Unternehmen weltweit zunehmend mit Strafverfolgungsbehörden zusammenarbeitet, darunter das US-Justizministerium und das FBI. Sobald die Behörden ausreichende Beweise vorlegen, friert Tether die betroffenen Stablecoins direkt ein, meist in Form von USDT.
Türkei erhöht Druck auf Kryptokriminalität
Die Aktion gegen Sahin ist kein Einzelfall. Insgesamt haben die türkischen Behörden inzwischen Vermögenswerte im Wert von über einer Milliarde Dollar im Rahmen von Ermittlungen zu kriminellen Krypto-Transaktionen beschlagnahmt. Kurz nach der Bekanntgabe im Fall Sahin wurde in einem weiteren Verfahren erneut ein großer Betrag an Krypto eingefroren, wobei noch unklar ist, ob Tether erneut beteiligt war.
Ermittler berichten, dass sie zunehmend Einblick in Netzwerke gewinnen, die Kryptowährungen als alternatives Zahlungssystem für illegale Aktivitäten nutzen.
Stablecoins vermehrt im Visier von Eingriffen
Der Fall verdeutlicht die wachsende Bedeutung von Stablecoins sowohl in legitimen Zahlungen als auch in kriminellen Netzwerken. Aus aktuellen Analysen geht hervor, dass Tausende Wallets von Stablecoin-Herausgebern gesperrt wurden. Der Großteil davon enthielt USDT.
Tether betont, dass es aktiv bei Ermittlungen mitarbeitet und mittlerweile Milliarden Dollar an verdächtigen Geldern eingefroren wurden, verteilt über Dutzende Länder. Damit versucht das Unternehmen, sich von dem Image zu lösen, dass USDT vor allem von Kriminellen genutzt wird.
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