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Die Trump Media & Technology Group (TMTG) hat bei ihren Bitcoin-Investitionen erhebliche Verluste erlitten und scheint nun den Kopf aus dem Sand zu ziehen. Das Medienunternehmen hat Bitcoin (BTC) im Wert von 205 Millionen Dollar an die Kryptobörse Crypto.com transferiert. Bedeutet dies, dass sie ihren Weg auf den Markt fortsetzen werden?
On-Chain-Analysten von Lookonchain schlugen heute Morgen auf X wegen der Transaktion Alarm. Eine Stunde zuvor wurden 2.650 BTC (205 Millionen Dollar) von den Wallets von Trump Media zu Crypto.com überwiesen.
Vor vier Monaten flossen bereits 2.000 BTC, damals im Wert von 175 Millionen Dollar, zu einem Kurs von etwa 87.378 Dollar an Crypto.com. Jetzt wechselt die größte Kryptowährung für etwa 10.000 Dollar weniger den Besitzer.
Der naheliegendste Grund für solch eine große Überweisung ist ein Verkauf. Börsen sind nun einmal der Ort, an dem Bitcoins in Bargeld umgewandelt werden
Eine wichtige Anmerkung ist jedoch, dass Crypto.com auch als offizieller Verwahrer (Custodian) der Bitcoin-Bestände von Trump Media fungiert, gemeinsam mit Anchorage Digital. Custodians sind spezialisierte Unternehmen, die Krypto-Assets sicher im Auftrag großer Institutionen verwahren.
Die Coins wurden in diesem Fall jedoch aus einer eigenen Wallet von Trump Media überwiesen, was eine interne Umstrukturierung eher unwahrscheinlich macht.
Die Zahlen sehen für das Unternehmen des ehemaligen US-Präsidenten nicht gut aus. Trump Media kaufte insgesamt 11.542 Bitcoins zu einem durchschnittlichen Preis von 118.522 Dollar pro Stück. Dafür gab das Unternehmen 1,37 Milliarden Dollar an Kapitaleinsatz aus.
Der Bitcoin-Kurs liegt derzeit bei rund 77.500 Dollar, was etwa 34 Prozent unter dem durchschnittlichen Kaufpreis liegt. Auf dem Papier steht Trump Media nun vor einem Verlust von 455 Millionen Dollar.
Bereits in diesem Monat verzeichnete das Unternehmen einen Quartalsverlust von 405 Millionen Dollar. Der Großteil davon, 368,7 Millionen Dollar, resultierte aus Abschreibungen auf digitale Vermögenswerte und Aktien.
Trump Media gab Ende Mai 2025 seine Bitcoin-Strategie mit viel Aufsehen bekannt. Das Unternehmen sammelte 2,5 Milliarden Dollar von rund 50 institutionellen Investoren ein, um einen Bitcoin-Fonds aufzulegen. CEO Devin Nunes bezeichnete Bitcoin damals als das „ultimative Instrument der finanziellen Freiheit“ und sprach von einem wichtigen Schritt in Richtung einer Holdingstruktur.
Im Juli folgte die Bestätigung, dass das Unternehmen Bitcoin im Wert von 2 Milliarden Dollar erworben hatte. Damit wurde Trump Media auf einen Schlag zu einem der größten börsennotierten Bitcoin-Besitzer.
Nach dem vorherigen Transfer von 2.000 BTC sank der offizielle Bestand laut Q1-Bericht auf 9.542 Coins. Zieht man den neuesten Transfer ab, bleiben etwa 6.889 BTC übrig. Fast 40 Prozent des ursprünglichen Bestands wären damit aus dem Unternehmen abgeflossen.
Die Krypto-Ambitionen des Konzerns scheinen insgesamt abzunehmen. Truth Social, ebenfalls Teil von Trump Media, zog Anfang dieser Woche drei Anträge für eigene Kryptofonds zurück.
Neben Bitcoin hält Trump Media auch 756 Millionen Cronos-Token, die eigene Währung von Crypto.com, im Wert von etwa 2,64 Millionen Dollar.
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