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Iran distanziert sich erneut von einem möglichen Abkommen mit den Vereinigten Staaten. Während Präsident Donald Trump diese Woche noch von ernsthaften Verhandlungen sprach, berichten iranische Staatsmedien nun, dass Teheran einen US-Vorschlag abgelehnt und selbst harte Bedingungen gestellt hat. Damit rückt die Frage nach einer möglichen Waffenruhe in den Hintergrund, während die Frage bleibt, ob es überhaupt noch Raum für Diplomatie gibt.

Iran bleibt auf harter Linie im Konflikt

Zuvor berichteten wir, dass Iran eine Waffenruhe ablehnt und nur über ein endgültiges Ende des Konflikts sprechen möchte. Diese Haltung scheint sich nun weiter zu verhärten. Laut iranischen Staatsmedien hat Teheran einen amerikanischen Vorschlag für einen Waffenstillstand abgelehnt und eine eigene Liste von Forderungen eingereicht.

Press TV zufolge verlangt Iran unter anderem, die Kontrolle über die Straße von Hormuz zu behalten, fordert Reparationen und Garantien, dass neue Angriffe ausbleiben. Zudem würde Iran keine Einschränkungen seines Raketenprogramms akzeptieren. Damit liegen Teherans Forderungen weit entfernt von dem, was Washington angeblich anstrebt.

Bloomberg berichtet, dass der US-Plan fünfzehn Punkte umfasst. Iran müsste darin unter anderem seine wichtigsten nuklearen Anlagen abbauen und seine Raketen nur noch zur Selbstverteidigung einsetzen. Für Teheran scheinen das politisch kaum durchsetzbare Bedingungen zu sein.

USA suchen diplomatische Öffnung über Pakistan

Auffällig ist, dass Washington gleichzeitig weiterhin nach einer diplomatischen Lösung sucht. CNN zufolge arbeitet die USA an Gesprächen mit Iran in Pakistan, möglicherweise schon an diesem Wochenende. Auch Vizepräsident JD Vance könnte nach Pakistan reisen, um diese Gespräche zu unterstützen.

Das entspricht der Botschaft, die Trump zuvor vermittelt hatte. Er sagte am Montag, dass die Vereinigten Staaten „sehr entschlossen“ seien, ein Abkommen mit Iran zu schließen. Gleichzeitig bleiben die Signale aus Teheran widersprüchlich. Iranische Funktionäre bestreiten weiterhin, dass direkte oder indirekte Verhandlungen stattfinden.

Dadurch entsteht ein verwirrendes Bild. Auf der einen Seite sagt Washington, dass Gespräche laufen. Auf der anderen Seite teilt Iran über Staatsmedien mit, dass es zunächst seine strategischen Ziele erreichen will, bevor es über ein Kriegsende nachdenkt.

Spannungen um Hormuz bleiben zentral

Die Straße von Hormuz bleibt das wichtigste Druckmittel Irans. Das Land fordert nicht nur die Anerkennung seiner Position in der Meerenge, sondern droht laut jüngsten Berichten auch mit weiterer Eskalation, falls Angriffe auf iranisches Gebiet fortgesetzt werden. Dabei wird sogar auf die Bab el Mandeb-Straße, eine weitere wichtige Handelsroute, verwiesen.

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