Präsident Trump erklärt, dass der Iran am Montagmorgen Kontakt aufgenommen habe, um die Friedensverhandlungen wieder aufzunehmen. Während er über Diplomatie sprach, begann die US-Blockade der Straße von Hormus.
Diese Gegensätze prägen die Situation. Auf der einen Seite gibt es Annäherungsversuche, auf der anderen Seite militärische Maßnahmen. Der Iran bestreitet neue Verhandlungen und bezeichnet die Blockade als Piraterie. Der Ölpreis bleibt währenddessen stabil bei rund 100 Dollar pro Barrel.
Trump spricht von Kontakt, bleibt aber unklar
Im Weißen Haus erklärte Trump, er sei von „den richtigen Leuten“ angerufen worden und es gebe Bereitschaft, eine Einigung zu erzielen. Wer genau angerufen hat und worüber gesprochen wurde, ließ er offen.
Vom Iran kam keine Bestätigung. Im Gegenteil, nach den gescheiterten Gesprächen in Islamabad am Wochenende gab Teheran den USA die Schuld am Scheitern der Verhandlungen. Ob tatsächlich ein neuer diplomatischer Kanal eröffnet wurde, bleibt somit unklar.
Laut Trump dreht sich alles um das Nukleardossier. Der Iran müsse seine nuklearen Ambitionen aufgeben, stellte er klar. Ohne diese Zugeständnis gebe es keine Einigung.
Blockade bleibt bestehen
Während die diplomatischen Signale unklar sind, ist die militärische Lage deutlich. Die Blockade begann am Montag um 16:00 Uhr deutscher Zeit. Kurz davor warnte das US Central Command Schiffe in der Region.
Schiffe, die iranische Häfen verlassen, riskieren Abfangaktionen, Umleitungen oder Beschlagnahmungen. Schiffe ohne direkte Verbindung zum Iran dürfen passieren, können aber kontrolliert werden. Es ist keine vollständige Schließung der Seestraße, aber die Auswirkungen auf die Schifffahrt sind erheblich.
Trump erhöhte den Druck weiter über soziale Medien. Er warnte, dass Schiffe, die die Blockade ignorieren, direkt angegriffen werden, und verglich das Vorgehen mit Operationen gegen Drogentransporte.
Iran reagiert entschieden
Der Iran antwortete mit einer klaren Drohung. Die Streitkräfte erklärten, die Sicherheit der Häfen am Persischen Golf gelte entweder für alle oder für niemanden. Wenn iranische Häfen getroffen werden, werden alle Häfen in der Region zu Zielen.
Teheran bekräftigte zudem, dass es die Kontrolle über die Straße von Hormus auch nach einem Krieg behalten will. Damit steigt das Risiko einer direkten Konfrontation in einer der wichtigsten Handelsrouten der Welt.
Welt blickt gespannt auf die Lage
Die Spannungen betreffen auch andere Großmächte. China, der größte Abnehmer iranischen Öls, forderte einen sofortigen Waffenstillstand und warnte vor Schäden für den Welthandel. Trump sagte, er habe noch keinen Kontakt mit Präsident Xi gehabt, gehe aber davon aus, dass auch China an einer Lösung interessiert sei.
Die Situation bleibt äußerst unsicher. Trump spricht von möglichen Verhandlungen, während die Blockade bereits in Kraft ist. Der Iran bestreitet jeglichen Kontakt und droht mit Vergeltung. Für Märkte und Anleger steht eine Frage im Mittelpunkt: Ist dies der Beginn neuer Gespräche oder ein weiterer Schritt in Richtung Eskalation?
Bemerkenswert ist, dass die weltweiten Märkte bisher relativ ruhig reagieren. Die Aktienmärkte sind im Plus und scheinen davon auszugehen, dass die Gespräche letztlich wiederaufgenommen werden. Anleger blicken über die aktuellen Spannungen hinaus und setzen weiterhin auf eine diplomatische Lösung.
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