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Donald Trump berät derzeit mit seinem nationalen Sicherheitsteam über einen möglichen neuen Angriff auf den Iran. Der Waffenstillstand mit Teheran steht laut dem amerikanischen Präsidenten „auf der Kippe“.

In den letzten Wochen schien ein diplomatischer Durchbruch in greifbare Nähe zu rücken, doch der iranische Friedensvorschlag wurde als „wertlos“ abgetan.

Trump verliert Geduld mit Teheran

Zehn Tage wartete das Weiße Haus auf eine Antwort auf den amerikanischen Friedensvorschlag. Als diese am Sonntag endlich eintraf, war die Enttäuschung groß.

„Es ist unglaublich schwach. Nachdem ich dieses wertlose Dokument gelesen habe, habe ich es nicht einmal zu Ende gelesen.“

Laut dem iranischen Staatsfernsehen kam das amerikanische Angebot einer „Unterwerfung unter Trumps überzogene Forderungen“ gleich, woraufhin Teheran die meisten Punkte ablehnte.

Der Präsident warf den iranischen Führern vor, von einer früheren Zusage, ihren Vorrat an angereichertem Uran an die USA zu übergeben, zurückzuweichen. „Sie ändern ständig ihre Meinung. Diese Führer sind sehr unehrenhaft.“ Der Iran bestreitet, dass eine solche Vereinbarung je schriftlich festgehalten wurde.

Am Tisch sitzen Vizepräsident JD Vance, Außenminister Marco Rubio, Verteidigungsminister Pete Hegseth und CIA-Chef John Ratcliffe. Zwei US-Beamte sagten Axios, dass Trump zu einer Form militärischer Aktion tendiere. „Er wird ihnen noch Manieren beibringen,“ so einer von ihnen.

Zur Diskussion steht unter anderem die Wiederaufnahme von Project Freedom, der US-Operation zur Begleitung von Schiffen durch die Straße von Hormus. Eine härtere Option ist die Wiederaufnahme der Bombardierungen auf iranische Ziele, die das Pentagon bisher noch nicht angegriffen hat, etwa ein Viertel der ursprünglichen Liste.

Trump behauptet jedenfalls, „den besten Plan aller Zeiten“ zu haben und spricht erneut von einem „vollständigen Sieg“ für die USA im Krieg.

Ölpreise steigen, aber auch Bitcoin und Aktien im Plus

Die Finanzmärkte reagierten sofort auf die Eskalation. Brent-Öl, der internationale Standard, stieg am Montag um über 2 Prozent auf 104 Dollar pro Barrel. Das amerikanische WTI-Öl näherte sich wieder der 100-Dollar-Marke.

Teureres Öl treibt die Inflation an, was für Investoren schlechte Nachrichten sind, da die Zentralbanken dann gezwungen sind, die Zinsen länger hoch zu halten. Dennoch erholt sich Bitcoin (BTC) von seinem Rückgang heute und auch die Wall Street zeigt sich im grünen Bereich.

Hinter den steigenden Ölpreisen steht die Angst, dass die Straße von Hormus noch länger blockiert bleibt. Durch diese schmale Meerenge zwischen Iran und Oman fließt normalerweise ein Fünftel des weltweiten Öls, doch Iran hält den Schiffsverkehr seit Beginn des Konflikts (Ende Februar) blockiert.

Ein neuer Angriff scheint diese Woche jedenfalls nicht in Sicht. Trump fliegt am Mittwoch nach Peking für ein Gipfeltreffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping und kehrt erst am Freitag zurück. US-Beamte erwarten keine militärische Aktion, solange der Präsident in China ist.

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