Alexey Pertsev, einer der Entwickler von Tornado Cash, wurde heute, am 7. Februar, aus einem Gefängnis in den Niederlanden entlassen. Ein niederländisches Gericht hat seine Untersuchungshaft aufgehoben und durch elektronische Überwachung ersetzt.
Freilassung nach über zwei Jahren Haft
Pertsev saß seit August 2022 in Haft, nachdem das US-amerikanische Office of Foreign Assets Control (OFAC) Tornado Cash wegen Geldwäsche und illegaler Finanzierung sanktioniert hatte. Im Mai 2024 wurde er von einem niederländischen Gericht wegen Geldwäsche für schuldig befunden und zu fünf Jahren und vier Monaten Gefängnis verurteilt. Seine Anwälte legten umgehend Berufung gegen das Urteil ein.
Obwohl er noch keine vollständige Freiheit genießt, äußerte sich Pertsev positiv über seine Freilassung unter Aufsicht. „Das gibt mir die Möglichkeit, an meinem Berufungsverfahren zu arbeiten und für Gerechtigkeit zu kämpfen. Vielen Dank an alle, die mich unterstützt und dies möglich gemacht haben!“, schrieb er auf X.
Langwieriger Rechtsstreit
Pertsev wurde zuvor drei Mal auf Kaution abgelehnt, im November 2023 und Juli 2024, da er als Fluchtrisiko eingestuft wurde. Während des Prozesses argumentierten seine Anwälte, dass Entwickler nicht für die Erstellung dezentraler Protokolle verantwortlich gemacht werden sollten – eine Ansicht, die in der Krypto-Industrie weit verbreitet ist.
Das Gericht wies dieses Argument jedoch zurück. Der Richter stellte fest, dass Pertsev und die anderen Tornado-Cash-Gründer nicht genügend Maßnahmen ergriffen hätten, um Missbrauch durch Kriminelle, wie die nordkoreanische Hackergruppe Lazarus, zu verhindern.
Tornado Cash und die rechtlichen Konsequenzen
Tornado Cash wurde im August 2023 in den USA wegen Verschwörung und illegaler Geldtransaktionen angeklagt. Die US-Behörden beschuldigen die Mitgründer Roman Storm und Roman Semenov, mehr als 1 Milliarde US-Dollar an kriminellen Geldern gewaschen zu haben.
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