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Präsident Donald Trump wird am Mittwoch zu einem wichtigen Treffen im Weißen Haus erwartet. Daran nehmen Führungskräfte aus der Kryptoindustrie, von Prognosemärkten sowie aus der traditionellen Finanzbranche teil.

Die Runde könnte für die künftige Kryptoregulierung in den USA Bedeutung haben. Vor allem die Verteilung der Aufsichtszuständigkeiten und der rasant wachsende Markt für Tokenisierung dürften weit oben auf der Tagesordnung stehen.

Kryptoregulierung und CLARITY Act im Mittelpunkt

Zu den erwarteten Teilnehmern zählen Führungskräfte von Coinbase, Ripple, Gemini, Robinhood, Kalshi und Polymarket. Auch große klassische Marktakteure wie Nasdaq, NYSE, CME und DTCC sollen vertreten sein. Zudem werden voraussichtlich SEC-Chef Paul Atkins und CFTC-Chef Michael Selig teilnehmen.

Ein offizielles, detailliertes Programm für das Treffen wurde bislang nicht veröffentlicht. Die Teilnehmerliste und eine Sitzung der CFTC einen Tag später deuten jedoch klar in dieselbe Richtung. Die weitere Regulierung digitaler Vermögenswerte und von Prognosemärkten dürfte ein zentrales Thema werden.

Dabei dürfte auch der CLARITY Act zur Sprache kommen. Das Gesetz soll klarer festlegen, wann Kryptowährungen in die Zuständigkeit der SEC fallen und wann die CFTC verantwortlich ist. Der Gesetzentwurf steckt in Washington jedoch weiter fest. Für die US-Kryptobranche bleibt die Lage damit vorerst unsicher.

Bei der CFTC-Sitzung am Donnerstag soll dem Vernehmen nach ausdrücklich über die verbleibenden Hürden für eine tragfähige Marktstruktur auf Bundesebene gesprochen werden. Naheliegend ist daher, dass das Thema bereits am Mittwoch im Weißen Haus aufgegriffen wird.

Tokenisierung könnte wichtige Rolle spielen

Neben allgemeinen Kryptoregeln könnte Tokenisierung bei dem Treffen eine wichtige Rolle spielen. Dabei werden klassische Vermögenswerte wie Aktien und Anleihen als digitale Token auf einer Blockchain begeben. Dieser Markt wächst derzeit mit hohem Tempo.

Nach Einschätzung von Bitwise-CIO Matt Hougan spricht gerade die Kombination aus Kryptounternehmen und klassischen Börsenbetreibern dafür, dass Tokenisierung in den Mittelpunkt rücken könnte. Die Grenze zwischen Kryptomärkten und traditionellen Finanzmärkten wird zunehmend unschärfer. Dazu tragen unter anderem der Handel rund um die Uhr und die wachsende Nutzung von Blockchain-Infrastruktur bei.

Auch Prognosemärkte stehen deutlich auf der Agenda. Plattformen wie Kalshi und Polymarket wachsen schnell, geraten zugleich aber rechtlich unter Druck. Im Kern geht es um die Frage, ob diese Plattformen als Glücksspielangebote oder als regulierte Finanzmärkte behandelt werden müssen. Die CFTC berät dieses Thema am Donnerstag offiziell mit ihrem neuen Innovation Advisory Committee.

Konkrete Beschlüsse sind am Mittwoch nicht garantiert. Das Treffen dürfte vor allem dazu dienen, den Austausch zwischen Washington und der Branche zu beschleunigen, während zentrale Teile der US-Kryptogesetzgebung weiterhin nicht vollständig ausgearbeitet sind.

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