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Die Kryptobörse Binance bereitet offenbar eine Rückkehr nach Großbritannien vor. Britischen Medien zufolge will die Handelsplattform bei der Finanzaufsicht Financial Conduct Authority (FCA) eine Zulassung beantragen. Bei einer Genehmigung könnte Binance britischen Nutzern ab 2027 wieder mehr Dienste anbieten.
Das wäre eine bemerkenswerte Rückkehr. Binance musste in Großbritannien in den vergangenen Jahren mehrere Einschränkungen hinnehmen und nahm 2023 sogar keine neuen britischen Nutzer mehr auf. Neue Kryptoregeln könnten der Handelsplattform nun einen offiziellen Weg zurück eröffnen.
Nach Informationen des Telegraph bereitet Binance einen Zulassungsantrag bei der FCA vor. Damit würde die größte Kryptobörse der Welt erneut versuchen, in einem Markt Fuß zu fassen, in dem sie in den vergangenen Jahren deutlich an Spielraum verloren hat.
Die Probleme begannen im Juni 2021. Damals entschied die FCA, dass Binance Markets Limited, der britische Ableger des Unternehmens, ohne Zustimmung der Aufsicht keine regulierten Tätigkeiten ausüben dürfe.
2023 folgte der nächste Rückschlag. Binance stellte die Aufnahme neuer britischer Nutzer ein, nachdem strengere Regeln für Finanzwerbung in Kraft getreten waren. Diese Vorgaben regeln unter anderem, wie Kryptounternehmen ihre Dienste gegenüber Verbrauchern bewerben dürfen.
Der neue britische Regulierungsrahmen könnte daran nun etwas ändern. Binance hätte damit eine offizielle Möglichkeit, eine Genehmigung für Aktivitäten auf dem britischen Markt zu beantragen.
Ob das Unternehmen diesen Schritt tatsächlich geht, ist bislang nicht bestätigt. Ein Sprecher von Binance erklärte gegenüber Cointelegraph, man kommentiere keine Spekulationen über mögliche Zulassungsanträge. Auch ist offen, welche Dienste Binance im Fall einer Rückkehr konkret anbieten will.
Der mögliche Antrag kommt zu einem wichtigen Zeitpunkt. Großbritannien arbeitet an neuen Vorgaben, mit denen Kryptounternehmen klarer unter die Finanzaufsicht fallen sollen.
Ab September können Unternehmen einen Antrag bei der FCA stellen. Die Antragsfrist läuft bis einschließlich 28. Februar 2027. Der neue Regulierungsrahmen soll anschließend am 25. Oktober 2027 in Kraft treten.
Kryptounternehmen erhalten damit mehr Klarheit über die Anforderungen, die sie erfüllen müssen. Zugleich werden die Vorgaben strenger.
David Geale, Exekutivdirektor für Zahlungen und digitale Finanzdienstleistungen bei der FCA, hatte zuvor betont, Kryptounternehmen müssten vergleichbare Standards erfüllen wie andere Finanzdienstleister. Die Aufsicht will damit Verbraucher besser schützen und zugleich klare Regeln für die Branche schaffen.
Für Binance bedeutet das: Ein Antrag wäre noch keine Garantie für eine Rückkehr. Die FCA muss zunächst prüfen, ob die Handelsplattform alle neuen Anforderungen erfüllt.
Für Binance steht viel auf dem Spiel. Großbritannien zählt zu den wichtigsten Finanzmärkten der Welt, eine Zulassung könnte dem Unternehmen wieder Zugang zu britischen Kryptoinvestoren verschaffen.
Eine Genehmigung wäre zudem ein deutlicher Wendepunkt im Verhältnis zwischen Binance und der FCA. Nachdem die Aufsicht der Handelsplattform vor einigen Jahren noch Beschränkungen auferlegt hatte, könnte mit den neuen Regeln ein offizieller Weg zurück entstehen.
Vorerst bleibt es jedoch bei Vorbereitungen, über die britische Medien berichten. Binance hat bislang nicht bestätigt, tatsächlich einen Antrag einzureichen. Die Entscheidung liegt am Ende bei der FCA. Erst nach einer Genehmigung wird klar, ob Binance britischen Nutzern ab 2027 wieder mehr Dienste anbieten kann.
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