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Der japanische Finanzkonzern SBI Holdings hat die Kryptobörse Bitbank vollständig übernommen. Mit der Übernahme erhält SBI knapp eine Million zusätzliche Kundenkonten und wird gemessen am verwahrten Kundenvermögen zum größten Kryptokonzern Japans.
SBI zahlt 46,7 Milliarden Yen, umgerechnet rund 289 Millionen Dollar. Bitbank ist seit dem 1. Oktober eine hundertprozentige Tochtergesellschaft, bleibt aber vorerst unter eigenem Namen tätig.
Mit der Übernahme will SBI vor allem seine Größe am Markt ausbauen. Bitbank verwahrte Ende April Kryptowährungen und andere Kundenvermögenswerte im Umfang von rund 3,5 Milliarden Dollar. Zudem zählt die Börse etwa 960.000 registrierte Konten.
Mit Bitbank verwahrt SBI nun insgesamt rund 1,1 Billionen Yen an Kundenvermögen, verteilt auf etwa 2,92 Millionen Konten. Gemessen am Wert der für Kunden verwahrten Vermögenswerte wird SBI damit zum größten Kryptokonzern Japans.
Bitbank verfügt zudem über eine Lizenz der japanischen Finanzaufsicht Financial Services Agency (FSA). Die Börse bietet den Handel mit verschiedenen Altcoins an und verwahrt auch Kryptowährungen für institutionelle Kunden.
Für Bestandskunden ändert sich vorerst wenig. Bitbank bleibt unter eigenem Namen tätig. Gründer Noriyuki Hirosue bleibt CEO, während Tomohiko Kondo von SBI VC Trade in das Führungsgremium einzieht.
Die Übernahme ist Teil der Expansion von SBI auf dem japanischen Kryptomarkt. Der Konzern hatte zuvor bereits TaoTao übernommen. Auch Kundenkonten und Kundenvermögen von DMM Bitcoin gingen an SBI, nachdem die Börse 2024 durch einen Hackerangriff schwer getroffen worden war.
Im April 2026 wurde auch Bitpoint Japan vollständig in den SBI-Konzern eingegliedert. Mit Bitbank kommt nun eine weitere große Kryptobörse hinzu.
Zugleich arbeitet Japan an strengeren Regeln für digitale Vermögenswerte. Kryptowährungen sollen stärker der Gesetzgebung für traditionelle Finanzprodukte unterliegen. Geplant sind außerdem Steuerreformen, die für Gewinne aus digitalen Vermögenswerten einen einheitlichen Steuersatz von 20 Prozent vorsehen könnten.
Für kleinere Kryptobörsen können strengere Anforderungen höhere Kosten bedeuten. Große Finanzkonzerne wie SBI verfügen über mehr Kapital und die nötige Infrastruktur, um die Vorgaben zu erfüllen. Eine weitere Konsolidierung des japanischen Kryptomarkts ist daher wahrscheinlich.
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