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Der Bitcoin-Kurs nähert sich vorsichtig der Marke von 80.000 Dollar, doch laut Ökonom Henrik Zeberg könnte diese Erholung Anleger in die Irre führen. Der Marktanalyst warnt, dass der Optimismus schnell umschlagen könnte, falls der Markt erneut unter Druck gerät.
Zeberg zufolge befindet sich Bitcoin (BTC) momentan in einer vorübergehenden Erholungsphase innerhalb eines größeren Abwärtstrends. Er glaubt, dass Anleger zuerst wieder voll auf eine neue Kursrally setzen, bevor der Markt möglicherweise stark korrigiert. Insbesondere einige technische Signale bereiten ihm Sorgen über die weiteren Entwicklungen.
Zeberg zufolge zeigt das langfristige Chartbild von Bitcoin ein Muster, das Anleger nicht ignorieren sollten. Auf Basis der sogenannten Elliott-Wellen-Theorie vermutet er, dass BTC möglicherweise bereits ein wichtiges Hoch um die Rekordmarken von über 110.000 Dollar erreicht hat.
Kurzfristig sieht der Analyst jedoch noch Spielraum für eine Erholung. Nachdem Bitcoin auf das wichtige Fibonacci-Niveau um 66.000 Dollar zurückgefallen ist, erwartet er, dass Käufer erneut einsteigen könnten. Dies könnte den Bitcoin-Kurs vorübergehend wieder nach oben treiben und den Optimismus am Markt zurückbringen.
Doch genau darin sieht Zeberg die Gefahr. Er bezeichnet die aktuelle Erholung als eine vorübergehende „B-Welle“-Rally in einer größeren Abwärtsbewegung. Anders gesagt: eine Erholung, die Anleger glauben lässt, dass der Bullenmarkt zurück ist, bevor der Markt dennoch stark korrigiert.
In seinem Szenario könnte Bitcoin letztlich auf etwa 41.000 Dollar zurückfallen. Sollte der Verkaufsdruck weiter zunehmen, schließt er sogar noch tiefere Niveaus nicht aus.

Nicht nur Henrik Zeberg sieht dunkle Wolken am Kryptomarkt aufziehen. Auch Analyst TradingShot weist auf mehrere technische Signale hin, die in der Vergangenheit häufig starken Kurskorrekturen vorausgingen.
Eines der wichtigsten Signale stammt vom Relative Strength Index (RSI). Dieser Indikator zeigt aktuell eine bearishe Divergenz. Einfach gesagt, der Kurs steigt noch, aber das zugrunde liegende Momentum nimmt ab. Dieses Muster tauchte auch vor den großen Bärenmärkten 2018 und 2022 auf.
Auch der MACD-Indikator beginnt auf Monatsbasis Schwäche zu zeigen. Laut TradingShot droht ein bearishes Crossover, ein technisches Signal, das schon zuvor auftrat, bevor Bitcoin stark einbrach.
Eine separate Analyse basierend auf dem vierjährigen Marktzyklus von Bitcoin und früheren Bitcoin-Halvings weist ebenfalls auf steigende Risiken hin. Laut diesem Modell befindet sich BTC mittlerweile in der bearishen Phase des aktuellen Zyklus.
Dabei wird sogar ein Rückgang in Richtung 50.000 Dollar berücksichtigt. Dieses Niveau liegt nahe am wöchentlichen 350-Tage-Durchschnitt, einer Zone, die in früheren Bärenmärkten mehrfach als Unterstützung fungierte.
Trotz der düsteren Prognosen schließt Zeberg eine kräftige Kurssteigerung auf kurze Sicht nicht aus. Ihm zufolge könnte Bitcoin zunächst noch eine starke Rally verzeichnen, wodurch Anleger erneut extrem bullisch werden.
Gerade dieses Szenario macht seine Warnung bemerkenswert. Viele Anleger könnten laut dem Ökonomen glauben, dass ein neuer Bullenmarkt begonnen hat, während sich der Markt möglicherweise auf eine weitaus größere Korrektur vorbereitet.
Die kommenden Wochen werden daher entscheidend für den Kryptomarkt. Vor allem die Reaktion von Bitcoin an wichtigen Widerstandsniveaus könnte bestimmen, ob der Markt tatsächlich noch eine letzte Erholung erlebt oder ob der Verkaufsdruck weiter zunimmt.
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