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THORChain hat sein Netzwerk nach einer mehr als einmonatigen Unterbrechung vollständig neu gestartet. Das Cross-Chain-Protokoll musste im Mai offline gehen, nachdem Hacker Kryptowährungen im Wert von rund 10,7 Millionen Dollar erbeutet hatten. Nach umfangreichen Sicherheitsüberprüfungen sind nun alle wichtigen Funktionen wieder verfügbar.
Gleichzeitig blickt das Projekt bereits in die Zukunft. THORChain kündigte an, dass in den kommenden Wochen Unterstützung für Zcash (ZEC), Monero (XMR) und Bittensor (TAO) hinzugefügt wird.
THORChain gehört zu den größten Cross-Chain-Protokollen der Kryptobranche. Die Plattform ermöglicht den direkten Handel von Kryptowährungen verschiedener Blockchains, ohne Beteiligung einer zentralen Instanz.
Nach dem Angriff am 15. Mai wurde das Netzwerk stillgelegt, um weiteren Schaden zu verhindern. Seitdem arbeitete das Team an einem umfassenden Wiederherstellungsplan, bei dem die gesamte Infrastruktur durchleuchtet wurde.
Laut THORChain können Nutzer mittlerweile wieder handeln, Swaps durchführen, Liquidität bereitstellen und Transaktionen über das Netzwerk abwickeln.
Ein wesentlicher Bestandteil der Wiederherstellung war der Ersatz älterer digitaler Tresore durch eine neue Generation gesicherter Tresore. Außerdem wurden alle angeschlossenen Nodes neu überprüft und verifiziert.
Die Untersuchung ergab, dass der Angriff durch eine Schwachstelle im sogenannten GG20-Schwellensignaturschema verursacht wurde.
Dieses System wird genutzt, um private Schlüssel zu sichern, indem die Verantwortung auf mehrere Teilnehmer im Netzwerk verteilt wird. Durch eine Sicherheitslücke konnten Angreifer jedoch schrittweise sensible Informationen sammeln und letztlich einen vollständigen privaten Schlüssel rekonstruieren.
Damit erhielten sie Zugriff auf digitale Vermögenswerte im Gesamtwert von etwa 10,7 Millionen Dollar.
Um weitere Risiken auszuschließen, führte THORChain am 20. Mai ein Notfall-Update durch. Anfang Juni folgten zusätzliche Software-Upgrades, die die Schwachstelle beheben und die Stabilität des Netzwerks verbessern sollten.
Nun, da das Netzwerk wieder läuft, verlagert sich der Fokus auf das Wachstum des Ökosystems.
Laut THORChain wird innerhalb von zwei Wochen Unterstützung für native Swaps und Tresore von Zcash hinzugefügt. Kurz darauf erfolgt auch eine Integration von Monero, einer der bekanntesten datenschutzorientierten Kryptowährungen.
Darüber hinaus arbeitet das Protokoll an Unterstützung für Bittensor. Diese Integration ist derzeit rund sechs Wochen nach dem Neustart des Netzwerks geplant.
Mit der Wiederaufnahme aller Dienste und den geplanten Erweiterungen versucht THORChain, das Kapitel rund um den Hack abzuschließen. Für das Protokoll ist es nun vor allem wichtig, das Vertrauen der Nutzer nach einem der größten Sicherheitsvorfälle des Jahres zurückzugewinnen.
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