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In den vergangenen Monaten standen Chipaktien im Rampenlicht. Billionen Dollar flossen in die Branche, doch in den vergangenen Wochen hat die starke Aufwärtsbewegung an Dynamik verloren. Damit gerät die Fortsetzung der Chiprally unter Druck. Nach Einschätzung von Newsbit-Analyst Erik Juffermans könnte genau das Chancen für andere Aktien eröffnen.
Sollte die Chipbranche in den kommenden Monaten tatsächlich in eine Korrekturphase geraten, könnte ein Teil des Kapitals in andere Sektoren umgeschichtet werden. Zu den Aktien, die davon profitieren könnten, zählt Tesla (TSLA).
Zunächst blickt Juffermans auf den SOX-Index, in dem die größten Chipkonzerne vertreten sind. Der Index legte im vergangenen Jahr um mehr als 150 Prozent zu. Zwar wurde die Rally weitgehend von starken fundamentalen Entwicklungen getragen, doch nach seiner Einschätzung steht die Branche nun vor einer wichtigen Bewährungsprobe.

Entscheidend ist aus Sicht des Analysten, ob sich die enormen Investitionen in künstliche Intelligenz in den kommenden Jahren tatsächlich weiter auszahlen. Nicht jeder Anleger ist davon überzeugt. Deshalb hält er eine Korrektur in der Chipbranche in den kommenden Monaten für gut möglich.
Solche Kapitalumschichtungen sind Juffermans zufolge häufig strukturelle Bewegungen mit langfristigem Charakter. Dabei könnten Hunderte Milliarden Dollar in andere Sektoren fließen. Tesla gehört seiner Einschätzung nach zu den Aktien, die davon profitieren könnten.
Auch aus technischer Sicht sieht der Analyst ein interessantes Bild. Tesla handelt inzwischen seit rund anderthalb Jahren unter der wichtigen Widerstandszone um 450 Dollar. Nach einem Rückgang in den vergangenen Monaten notiert die Aktie derzeit bei etwa 400 Dollar.

Juffermans zufolge spielt dieser Widerstand schon deutlich länger eine zentrale Rolle. Im November 2021 wurde der Kurs erstmals in der Zone zwischen 400 und 450 Dollar zurückgewiesen. Danach folgte ein länger anhaltender Bärenmarkt, in dem die Aktie auf rund 100 Dollar fiel. Nun steht Tesla erneut in derselben Kursregion.

Bei einem überzeugenden Ausbruch sieht der Analyst Spielraum für deutlich höhere Kurse. Das große technische Muster, das sich in den vergangenen Jahren herausgebildet hat, deutet in diesem Szenario auf ein mögliches Kursziel von etwa 700 Dollar hin.
Gleichzeitig betont Juffermans, dass dies keineswegs sicher ist. Der Kurs wirkt seiner Einschätzung nach weiterhin anfällig. Fällt Tesla unter die aktuelle steigende Struktur, könnte dies vielmehr einen Rückgang in Richtung 300 Dollar oder darunter auslösen.
Eine Korrektur in der Chipbranche könnte nach Ansicht des Newsbit-Analysten jedoch genau der Impuls sein, den Tesla benötigt, um endlich aus der mehrjährigen Widerstandszone auszubrechen. Später in diesem Monat dürfte der Markt mehr Klarheit erhalten, wenn Tesla seine Quartalszahlen vorlegt.
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