Chainlink und Swift haben ihre Zusammenarbeit ausgeweitet mit einem Pilotprojekt bei UBS. Die Schweizer Bank testet mit der Abteilung UBS Tokenize, wie sich bestehende Swift-Nachrichten über Chainlink mit Blockchain-Prozessen verknüpfen lassen.
Was ist SWIFT eigentlich?
SWIFT ist das weltweite Netzwerk, über das Banken und Finanzinstitute sichere Nachrichten austauschen. Dazu zählen Zahlungsaufträge, Transaktionsbestätigungen oder andere Finanzdaten. Es ist kein System, das Geld direkt bewegt, aber es ist der Standard, der internationale Zahlungen und Abwicklungen ermöglicht. Mehr als 11.000 Institute in über 200 Ländern nutzen SWIFT.
Der Pilot richtet sich auf tokenisierte Fonds, bei denen Anleger über die Blockchain zeichnen oder ihre Anteile wieder veräußern können. Üblicherweise läuft das über komplexe und oft langsame Systeme. Durch die Anbindung an Chainlink geht das schneller und effizienter, ohne dass Banken ihre bestehende Infrastruktur ersetzen müssen.
Wie funktioniert die Partnerschaft mit Chainlink?
Dafür nutzt Chainlink seine Chainlink Runtime Environment, die ISO 20022-Nachrichten von Swift verarbeiten kann. Diese Nachrichten lösen anschließend Smart Contracts aus, die die Transaktionen auf der Blockchain abwickeln. Laut Mitgründer Sergey Nazarov zeigt das, dass Smart Contracts und neue Standards direkt von Finanzinstituten eingesetzt werden können.
Damit ist UBS Teil einer breiteren Bewegung. Zuvor arbeitete Chainlink bereits mit der Monetary Authority of Singapore im Rahmen von Project Guardian zusammen. Auch andere Akteure wie DTCC und Euroclear haben Tests mit derselben Infrastruktur durchgeführt.
SWIFT ist der weltweite Standard
Für den Finanzsektor könnte dies ein wichtiger Schritt sein. Swift ist weltweit der Standard für Finanznachrichten und wird von mehr als 11.000 Instituten in über 200 Ländern genutzt. Durch die Anbindung von Swift an Blockchain-Technologie sollen traditionelle Prozesse modernisiert und skalierbar gemacht werden.
Die Entwicklung fällt mit weitergehenden Plänen von Swift zusammen, eine eigene Blockchain-Lösung für grenzüberschreitende Zahlungen zu testen. Unter anderem wirken Bank of America, HSBC und BNP Paribas mit.
Mit dem Pilot bei UBS rückt der Einsatz tokenisierter Fonds näher, ein Markt, der laut Chainlink zu einem Sektor in dreistelliger Milliardenhöhe anwachsen könnte. Der Chainlink-Kurs scheint davon allerdings noch nicht zu profitieren. Er fiel heute um rund anderthalb Prozent.
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