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Die Finanzmärkte starten nervös in die neue Woche. Die Spannungen im Nahen Osten nehmen wieder zu, nachdem Iran Berichten zufolge Raketen auf Israel abgefeuert hat. Israel reagierte mit Angriffen auf Ziele im Westen und im Zentrum Irans.
Damit steht der fragile Waffenstillstand erneut unter Druck. Anleger reagieren vorsichtig, besonders nach dem heftigen Ausverkauf an der Wall Street am vergangenen Freitag.
Futures auf den Dow Jones lagen leicht im Minus, während die Futures auf den S&P 500 und den Nasdaq 100 leicht im Plus standen. Das deutet auf einen Markt hin, der nach dem jüngsten Rückschlag noch seine Richtung sucht.
Vor allem die asiatischen Börsen erlitten am Montagmorgen deutliche Verluste. Der südkoreanische Kospi fiel zum Handelsbeginn um mehr als 8 Prozent, bevor ein Teil der Verluste aufgeholt wurde. Später notierte der Index immer noch etwa 6 Prozent tiefer.

Auch andere Märkte zeigten deutliche Verluste. Der japanische Nikkei verlor 3,7 Prozent, der Hang Seng in Hongkong sank um 1,8 Prozent und der chinesische CSI 300 ging um 1,6 Prozent zurück.
Südkorea trifft es besonders hart, da die Börse in den vergangenen Monaten stark auf KI-bezogene Aktien wie Samsung und SK Hynix gesetzt hatte. Gerade diese Gewinner sind anfällig, wenn Anleger nach einer extremen Rally Gewinne mitnehmen.
Die Schwäche in Asien folgt auf einen massiven Ausverkauf in den USA. Der Nasdaq Composite verlor am Freitag 4,18 Prozent, was den größten Rückgang seit April 2025 darstellt. Der S&P 500 fiel um 2,64 Prozent und der Dow Jones verlor fast 700 Punkte.
Grund dafür war ein stärker als erwartet ausgefallener Beschäftigungsbericht für Mai. Das klingt auf den ersten Blick positiv, erhöht jedoch die Wahrscheinlichkeit von Zinserhöhungen der US-Notenbank.
Bleibt der Arbeitsmarkt stark, hat die Federal Reserve weniger Grund, die Zinsen zu senken. Bei anhaltendem Inflationsdruck könnte der Markt sogar wieder mit Zinserhöhungen rechnen.
Das ist vor allem problematisch für Wachstums- und KI-Unternehmen, deren Bewertungen stark von künftigen Gewinnen abhängen.
Diese Woche richtet sich die Aufmerksamkeit auch auf den Börsengang von SpaceX. Das Unternehmen von Elon Musk soll am Freitag sein öffentliches Debüt geben und könnte einer der größten Börsengänge aller Zeiten werden.
Das macht SpaceX zu einem wichtigen Test für den Markt. Wenn Anleger in großer Zahl einsteigen, bestätigt das den enormen Hunger nach KI-, Raumfahrt- und Technologiebeteiligungen. Sollte die Nachfrage jedoch enttäuschen, könnte das ein Hinweis darauf sein, dass der Markt überhitzt ist.
Historisch gesehen fielen einige Mega-Börsengänge mit späten Phasen von Marktzyklen zusammen. Das bedeutet nicht automatisch, dass SpaceX die Spitze markiert, aber es wird zweifellos ein interessanter Test.
Neben SpaceX richten die Märkte in dieser Woche ihren Blick auf die US-Inflationsdaten. Der Verbraucherpreisindex erscheint am Mittwoch und der Erzeugerpreisindex am Donnerstag.
Diese Zahlen sind entscheidend. Sollte die Inflation erneut hartnäckig ausfallen, könnte das die Zinsängste weiter schüren. Das würde vor allem Druck auf Technologie-, KI-Aktien und andere teure Wachstumsunternehmen ausüben.
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