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Das Interesse an dem mit Spannung erwarteten Börsengang von SpaceX ist enorm. Insidern zufolge hat das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk bereits mehr Bestellungen erhalten, als Aktien verfügbar sind. Damit scheint der Weg frei für den größten Börsengang aller Zeiten.
SpaceX bietet rund 555,6 Millionen Aktien zu einem Preis von 135 Dollar pro Stück an. Damit würde das Unternehmen mit etwa 1,8 Billionen Dollar bewertet werden. Die starke Nachfrage folgte auf eine Reihe von Gesprächen mit großen institutionellen Investoren, wie mit dem Prozess vertraute Quellen berichten.
Mit diesem Börsengang steuert SpaceX auf das größte Börsendebüt aller Zeiten zu. Damit würde das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk den aktuellen Rekord von Saudi Aramco bei Weitem übertreffen. Der saudische Ölkonzern sammelte 2019 bei seinem Börsengang rund 29,4 Milliarden Dollar ein.
Dass die Emission bereits überzeichnet ist, gilt als starkes Signal. Bei einem Börsengang mit festem Ausgabepreis deutet eine größere Anzahl von Aufträgen als verfügbare Aktien in der Regel darauf hin, dass ausreichend Nachfrage für eine erfolgreiche Platzierung besteht.
Insidern zufolge wird der endgültige Ausgabepreis voraussichtlich am 11. Juni festgelegt. Einen Tag später könnten die Aktien erstmals gehandelt werden. Die Quellen betonen jedoch, dass sich der Prozess noch in einem relativ frühen Stadium befindet und die Bedingungen sich noch ändern können.
Musk wählt einen Ansatz, der bei großen amerikanischen Börsengängen selten vorkommt. SpaceX bietet die Aktien zu einem festen Preis an, noch bevor die vollständige Nachfrage bei Investoren eingeholt wurde.
In Europa und Asien ist dies häufiger der Fall. In den Vereinigten Staaten arbeiten Unternehmen in der Regel mit einer Preisspanne. Danach wird in Gesprächen mit Investoren die Nachfrage ermittelt. Auf dieser Basis wird der endgültige Preis oft am oberen Ende der Bandbreite oder sogar darüber festgelegt.
Dass SpaceX diesen Schritt überspringt, unterstreicht das Vertrauen in die Nachfrage nach der Aktie. Bei großen amerikanischen Börsengängen wählen normalerweise nur viel kleinere Unternehmen diesen Weg.
Die Nachfrage nach SpaceX-Aktien könnte auch nach dem Börsengang hoch bleiben. Große Indexanbieter haben ihre Regeln angepasst, wodurch das Unternehmen viel schneller als gewöhnlich in wichtige Börsenindizes aufgenommen werden kann.
Nasdaq verkürzte die Wartezeit für die Aufnahme in den Nasdaq 100 von drei Monaten auf fünfzehn Handelstage. FTSE Russell ging noch einen Schritt weiter und ermöglicht die Aufnahme bereits nach fünf Handelstagen.
Ein Platz in diesen Indizes könnte Milliarden Dollar an zusätzlicher Nachfrage generieren, da Indexfonds und andere passive Investoren die Aktien automatisch in ihre Portfolios aufnehmen müssen.
Nicht alle Indexverwalter folgen dieser Strategie. S&P Dow Jones Indices hält an den bestehenden Zulassungskriterien für unter anderem den S&P 500 fest. Daher scheint eine schnelle Aufnahme in den wichtigsten amerikanischen Aktienindex vorerst ausgeschlossen.
Der Börsengang wird von Goldman Sachs, Morgan Stanley, Bank of America, Citigroup und JPMorgan Chase begleitet, zusammen mit achtzehn weiteren Banken. SpaceX, offiziell Space Exploration Technologies Corp., wird voraussichtlich an der Nasdaq und Nasdaq Texas unter dem Tickersymbol SPCX notiert.
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