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SpaceX plant nächste Woche den Börsengang mit einer Bewertung von rund 1,75 Billionen Dollar. Damit könnte es die größte Börsennotierung aller Zeiten werden. Dennoch wird das Unternehmen vorerst nicht in den S&P 500 aufgenommen.

Das ist bemerkenswert, da SpaceX auf einen Schlag größer wird als fast alle börsennotierten Unternehmen weltweit. Doch S&P Dow Jones Indices hat klargestellt, dass es die Zulassungsregeln für Elon Musk nicht anpasst.

Der Grund für den vorläufigen Ausschluss von SpaceX ist, dass es nicht die Rentabilitätsanforderungen erfüllt.

Groß, aber nicht rentabel

Um in den S&P 500 aufgenommen zu werden, muss ein Unternehmen im letzten Quartal sowie in den vergangenen vier Quartalen insgesamt profitabel gewesen sein. SpaceX erfüllt diese Kriterien nicht. Das Unternehmen verzeichnete 2025 einen Nettoverlust von 4,94 Milliarden Dollar.

Damit fällt SpaceX trotz der enormen Bewertung durchs Raster.

S&P Dow Jones betont, dass keine Ausnahme gemacht wird, nur weil ein Unternehmen groß ist. Das ist wichtig, da der S&P 500 nicht nur auf den Marktwert, sondern auch auf Qualität, Liquidität und Rentabilität achtet.

Keine automatische Kaufkraft von S&P-Fonds

Für SpaceX hat dies direkte Konsequenzen. Billionen von Dollar an passivem Kapital folgen dem S&P 500. Wäre SpaceX direkt in den Index aufgenommen worden, müssten Indexfonds automatisch Aktien kaufen.

Dieser automatische Kaufdruck bleibt nun aus. Das kann für die ersten Handelstage entscheidend sein. Bei einem Börsengang dieser Größenordnung dreht sich alles um die Nachfrage. Ohne die obligatorischen Käufer aus S&P 500-Fonds muss SpaceX mehr auf aktive Investoren, Nasdaq-Fonds und andere Indexprodukte setzen.

Nasdaq öffnet die Tür

Die Nasdaq geht einen anderen Weg. Der Nasdaq 100 hat seine Regeln beschleunigt angepasst, sodass SpaceX kurz nach dem Börsengang in diesen Index aufgenommen werden kann.

Das bedeutet, dass Fonds, die dem Nasdaq 100 folgen, wahrscheinlich dennoch SpaceX-Aktien kaufen müssen. Es entsteht also institutionelle Nachfrage, jedoch weniger als wenn auch der S&P 500 direkt beteiligt wäre.

SpaceX kann zudem in breiteren Indizes aufgenommen werden. S&P passt beispielsweise Regeln für breitere Marktindizes an, während FTSE Russell das Unternehmen bereits für die Aufnahme in globale Aktienindizes qualifiziert hat.

Indirekte Bitcoin-Exposition

Für den Kryptomarkt birgt diese Geschichte noch eine interessante Ebene. In den Börsenunterlagen steht, dass SpaceX 18.712 Bitcoin besitzt. Jeder Investor, der Aktien von SpaceX erwirbt, erhält somit indirekt auch eine Exposition gegenüber Bitcoin.

Da der S&P 500 die Aktie vorerst nicht aufnimmt, wird diese indirekte Bitcoin-Exposition weniger breit gestreut, als wenn alle S&P-Indexfonds automatisch hätten kaufen müssen.

Mega-Börsengänge können Liquidität abziehen

Das Timing des SpaceX-Börsengangs ist von Bedeutung. Auch OpenAI und Anthropic werden erwartet, während große Technologieunternehmen zunehmend Kapital für KI-Investitionen einwerben.

Gemeinsam können diese Mega-Deals Hunderte Milliarden Dollar an Kapital erfordern. Dieses Geld muss von irgendwoher kommen. Investoren könnten bestehende Positionen in Technologie, KI-Aktien oder Krypto verkaufen, um Platz für neue Börsengänge zu schaffen.

Damit könnte SpaceX trotz des ganzen Hypes auch ein Liquiditätsrisiko für den breiteren Markt darstellen.

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