Die südkoreanische Steuerbehörde hat versehentlich das Passwort eines beschlagnahmten Kryptowallets veröffentlicht. Kurz nach der Veröffentlichung des Passwortes verschwanden etwa 4,8 Millionen Dollar an Tokens aus dem Wallet.
Geheime Zugangsphrase auf offiziellem Foto sichtbar
Der Vorfall ereignete sich, nachdem die Steuerbehörde Fotos von Hardware-Wallets veröffentlicht hatte, die bei Steuerhinterziehern beschlagnahmt wurden. Auf einem der Bilder war die sogenannte Seed-Phrase deutlich sichtbar und nicht verdeckt.
Eine Seed-Phrase ist eine Folge von 12 oder 24 Wörtern, die als eine Art Hauptpasswort fungiert. Wer diese Wörter kennt, kann das Wallet öffnen und alle darin enthaltenen Krypto überweisen. Die Veröffentlichung ist vergleichbar mit der Veröffentlichung Ihrer PIN und Kontonummer gleichzeitig.
4 Millionen Tokens über Ethereum transferiert
Laut dem Blockchain-Plattform Etherscan wurden kurz nach der Veröffentlichung etwa 4 Millionen PRTG-Tokens (Pre Retogeum) transferiert, was etwa 4,8 Millionen Dollar entspricht. Die Transaktionen fanden im Ethereum (ETH) Netzwerk statt.
Aus den Daten geht hervor, dass zunächst eine kleine Menge Ether an die Wallet-Adresse geschickt wurde, um Transaktionsgebühren zu zahlen. Anschließend wurden die Tokens in drei separaten Transaktionen an andere Adressen überwiesen. Die schnelle Abfolge deutet darauf hin, dass jemand den veröffentlichten Code genutzt hat.
Behörden kämpfen mit der Verwahrung beschlagnahmter Krypto
Sicherheitsexperten warnen seit Jahren, dass das Fotografieren von Seed-Phrases erhebliche Risiken birgt. In diesem Fall handelt es sich um eine Regierungsbehörde, die für die Verwaltung beschlagnahmter Krypto verantwortlich ist.
Die Steuerbehörde hat nicht bestätigt, ob die Tokens endgültig verloren sind oder ob eine Wiederherstellung noch möglich ist.
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