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Die südkoreanische Polizei hat ein großes Netzwerk zerschlagen, das Millionen von Dollar aus Phishing-Betrug durch Kryptowährungen gewaschen haben soll. Laut den Ermittlern wurden dabei mehr als elf Millionen Dollar mit Hilfe des Stablecoins USDT bewegt. Der Fall wirft erneut ein Licht auf die Rolle von Stablecoins in internationalen Betrugsfällen und verschärft die Diskussion über eine strengere Regulierung.
Die Ermittler in Seoul klagten 23 Personen wegen Verstößen gegen Finanzgesetze und Vorschriften zu internationalen Geldtransfers an. Zwei Hauptverdächtige wurden verhaftet.
Laut Polizei verarbeitete das Netzwerk zwischen Februar 2024 und April 2025 über 11 Millionen Dollar über USDT (Tether), den größten Stablecoin der Welt. Die Verdächtigen sollen die Token gekauft, zwischen in- und ausländischen Kryptobörsen verschoben und anschließend in Fremdwährungen oder südkoreanische Won umgetauscht haben.
Für diese Dienste erhielten sie Provisionen. Im Laufe der Ermittlungen wurden ungefähr 431.000 Dollar beschlagnahmt, die vermutlich aus kriminellen Aktivitäten stammen.
Im Rahmen der Ermittlungen analysierten die Behörden mehr als 11.300 verknüpfte Konten. Dabei wurden 265 einzelne Betrugsfälle aufgedeckt.
Es ging dabei unter anderem um telefonisches Phishing, bei dem sich die Kriminellen als Banken oder Behörden ausgaben. Opfer wurden auch mit falschen Anlageangeboten gelockt, die hohe Renditen versprachen.
Der Gesamtschaden wird auf etwa 17 Millionen Dollar geschätzt.
Laut dem Blockchain-Analyseunternehmen Chainalysis richten sich die Ermittlungsbehörden zunehmend auf die Finanzinfrastruktur hinter Betrugsorganisationen. Stablecoins spielen dabei eine wichtige Rolle, da sie hoch liquide sind, schnelle internationale Transaktionen ermöglichen und einen relativ stabilen Wert aufweisen.
Gleichzeitig sind Transaktionen auf öffentlichen Blockchains nachvollziehbar. Dadurch können Behörden Geldflüsse verfolgen, und Emittenten wie Tether können Guthaben einfrieren, wenn diese mit kriminellen Aktivitäten in Verbindung gebracht werden.
Dies geschieht zu einem Zeitpunkt, an dem weltweit an strengeren Regeln für Stablecoins gearbeitet wird. Experten zufolge könnte eine bessere Zusammenarbeit zwischen Emittenten, Kryptobörsen, Banken und Aufsichtsbehörden dabei helfen, solche Netzwerke schneller zu identifizieren.
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