Newsbit
Im Store anzeigen
Siehe

Südkorea will die Kontrolle über Kryptotransaktionen weiter ausbauen. Die nationale Finanzaufsichtsbehörde hat vorgeschlagen, auch kleinere Kryptotransaktionen unter die sogenannte Travel Rule fallen zu lassen. Damit will das Land besser an internationale Regelungen zur Bekämpfung von Geldwäsche und anderen Formen finanzieller Kriminalität anknüpfen.

Der Vorschlag wurde letzte Woche während eines Treffens der Financial Action Task Force (FATF) in Paris vorgestellt, wie die südkoreanische Financial Intelligence Unit (FIU) am Montag bekanntgab.

Südkorea plant Ausweitung der Travel Rule auf kleinere Kryptotransaktionen

Die Travel Rule ist eine internationale Anti-Geldwäsche-Regel, die Kryptobörsen und andere Anbieter von Kryptodiensten verpflichtet, Informationen über Sender und Empfänger einer Transaktion auszutauschen. Dies ermöglicht eine bessere Nachverfolgbarkeit von Geldströmen und erschwert die Nutzung von Kryptowährungen für illegale Aktivitäten.

In Südkorea gilt diese Verpflichtung derzeit für Kryptotransaktionen ab 1 Million Won, umgerechnet etwa 650 Dollar. Die FIU schlägt nun vor, diese Regelungen auch auf kleinere Transaktionen anzuwenden.

Laut der Aufsichtsbehörde sollen sowohl der Anbieter, der eine Transaktion versendet, als auch die empfangende Partei verantwortlich für die Weitergabe der erforderlichen Informationen sein. Damit will Südkorea mögliche Schwachstellen bei internationalen Kryptotransaktionen angehen.

Strengere Maßnahmen gegen ausländische Kryptoplattformen

Neben der Ausweitung der Travel Rule plädiert die FIU für strengere Maßnahmen gegen Offshore- und nicht registrierte Kryptoplattformen. Laut der Behörde werden solche Plattformen zunehmend für illegale Finanzaktivitäten genutzt.

Ein weiteres Problem ist die sogenannte Regulierungsarbitrage. Unternehmen nutzen dabei Unterschiede in den Gesetzen und Vorschriften zwischen Ländern, um strenge Kontrollen zu umgehen. Dies erhöht laut FIU die Risiken für sowohl Nutzer als auch Aufsichtsbehörden.

FIU-Kommissar Lee Hyung Ju erklärte, dass insbesondere Unterschiede bei den Zulassungsanforderungen, der Aufsicht und der Kontrolle ausländischer Kryptounternehmen Herausforderungen bei der internationalen Durchsetzung von Vorschriften darstellen.

FATF billigt neuen Bericht über DeFi-Risiken

Während desselben FATF-Treffens wurde auch ein neuer Bericht über die Risiken dezentraler Finanzen, bekannt als DeFi, gebilligt.

DeFi bezieht sich auf Finanzdienstleistungen, die auf Blockchain-Technologie basieren und ohne Beteiligung traditioneller Akteure wie Banken ablaufen. Obwohl dieser Sektor schnell wächst und Innovationen fördert, sorgen sich Aufsichtsbehörden über mögliche Risiken in den Bereichen Geldwäsche, Betrug und Verbraucherschutz.

Lee begrüßte die Annahme des Berichts und betonte die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit, um die Risiken im DeFi-Sektor effektiv anzugehen.

FATF: Weltweite Einhaltung von Kryptoregeln bleibt hinterher

Der südkoreanische Vorschlag ist Teil breiterer Diskussionen über die FATF-Empfehlung 15. Diese internationale Norm wurde 2019 angepasst, um Anbieter von Kryptodiensten und Krypto-Assets unter bestehende Anti-Geldwäsche-Vorschriften zu stellen.

Aus einem gezielten FATF-Update aus 2025 geht jedoch hervor, dass viele Länder bei der Umsetzung dieser Regeln noch hinterherhinken. Laut der Organisation erfüllen 49 Prozent der untersuchten Länder die Anforderungen für Kryptodienstleister nur teilweise. Zudem waren im April 2025 noch immer 21 Prozent nicht konform.

Das bedeutet, dass weniger als ein Drittel der untersuchten Länder größtenteils oder vollständig den internationalen Standards für die Aufsicht über Krypto entsprechen. Laut FATF stellt dies ein Risiko für den globalen Kampf gegen Geldwäsche und Finanzkriminalität dar, da Kriminelle von Unterschieden in den Vorschriften zwischen Ländern profitieren können.

Mit dem neuen Vorschlag unterstreicht Südkorea seine Ambition, eine führende Rolle bei der Entwicklung strengerer internationaler Vorschriften für den Kryptosektor zu übernehmen.

Schon deine 15 XRP als Willkommensbonus beansprucht?

Bitvavo in Zusammenarbeit mit Newsbit bietet dir aktuell 15 XRP als Geschenk. Die Aktion ist nur für kurze Zeit gültig.

Eröffne ein Konto und zahle mindestens 30€ ein, um den Bonus zu erhalten.

👉 Konto eröffnen und 15 XRP gratis erhalten

Über 1,5 Millionen Nutzer vertrauen bereits auf Bitvavo.

15 XRP sichern Sie werden weitergeleitet zu

irland, dublin

Irland warnt vor Kryptowährungen: Strengere Regeln für Bitcoin und DeFi erwartet

irland, dublin
Polymarket
‚Bitcoin Rodney‘ gibt Schuld in Kryptobetrug von 1,8 Milliarden Dollar zu
Mehr Regulierung news

Meist gelesen

Ripple, XRP
Ripple XRP Token
XRP, Ripple