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Die finanzielle Lage von Strategy steht erneut im Fokus. Nach jüngsten Gerüchten über einen möglichen Verkauf von Tausenden Bitcoin (BTC) fragen sich Anleger, wie anfällig das Unternehmen ist, wenn der Markt weiter absackt. Ein bekannter chinesischer Miningunternehmer hält diese Sorgen für übertrieben.

Er ist der Meinung, dass Strategy einen Rückgang des Bitcoin-Kurses auf 30.000 Dollar ohne den Verkauf großer Mengen Bitcoin überstehen kann.

Strategy laut Jiang finanziell stark

Jiang Zhuoer, Gründer des Miningpools BTC.TOP, äußerte sich auf sozialen Medien zu den Spekulationen der letzten Woche. Anlass war der große Abfluss von etwa 45.000 Bitcoin aus einer Treuhand-Wallet von Fidelity zwischen dem 28. Mai und dem 1. Juni.

Einige Blockchain-Analysten vermuteten, dass diese Coins von Strategy stammen und nach und nach zu einem durchschnittlichen Kurs von etwa 66.000 Dollar verkauft wurden. Allerdings gibt es dafür keinen schlüssigen Beweis. Die Wallet wird nämlich auch für die Bitcoin- und Ethereum-ETFs von Fidelity genutzt.

Jiang zufolge ist die finanzielle Situation von Strategy besser als viele Anleger derzeit denken. Er hebt hervor, dass die Schulden des Unternehmens im Verhältnis zu den gesamten Vermögenswerten relativ gering sind.

Selbst wenn der Bitcoin-Kurs von etwa 63.000 auf 30.000 Dollar sinken würde, würde das Verhältnis zwischen Schulden und Vermögenswerten des Unternehmens laut ihm von etwa 5 Prozent auf lediglich 10 Prozent ansteigen. Daher sieht er wenig Gefahr, dass Strategy gezwungen wird, große Teile seines Bitcoinbestands zu verkaufen.

Zudem glaubt Jiang, dass Strategy viel verlieren würde, wenn es seinen Ruf als langfristiger Bitcoin-Halter aufgibt. Diese Strategie sei ein wesentlicher Bestandteil des Vertrauens, das Anleger in das Unternehmen haben.

Debatte über Dividende und Bitcoin-Verkäufe

Jiang äußerte sich auch zur Diskussion um STRC, die Vorzugsaktien, mit denen Strategy Kapital für neue Bitcoin-Käufe aufbringt. Diese Aktien zahlen eine jährliche Dividende von 11,5 Prozent. Bei einigen Anlegern wirft dies Fragen auf, wie das Unternehmen diese Ausschüttungen langfristig finanzieren will.

Jiang zufolge stellt das kein Problem dar. Strategy könnte einen kleinen Teil seiner ältesten und günstigsten erworbenen Bitcoin verkaufen, um Dividendenzahlungen zu finanzieren. Gleichzeitig kann das Unternehmen mit neuem Kapital weitere Bitcoin kaufen.

„Solange die Käufe die Verkäufe übersteigen, kauft Strategy netto Bitcoin hinzu“, so Jiang.

Die jüngsten Transaktionen von Strategy entsprechen dem von Jiang skizzierten Szenario. Ende Mai verkaufte das Unternehmen 32 Bitcoin, um Dividendenzahlungen an STRC zu finanzieren. Kurz darauf folgte jedoch bereits der Kauf von 1.550 Bitcoin im Wert von etwa 101 Millionen Dollar. Damit stieg der Gesamtbesitz von Strategy auf 845.256 BTC.

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