Strategie erreicht laut Delphi Digital eine entscheidende Grenze in ihrer Finanzierungsstrategie für Bitcoin-Käufe. Dabei handelt es sich um STRC, eine Vorzugsaktie, mit der das Unternehmen derzeit erhebliche Mittel zur Beschaffung von Bitcoin (BTC) eingesammelt hat.
Gemäß Delphi hat STRC ein maximales Ausgabevolumen von etwa 28,3 Milliarden Dollar. Erreicht die Strategie dieses Limit, ohne die Genehmigung zur weiteren Ausgabe von STRC zu erhalten, könnte das Tempo der Bitcoin-Käufe verlangsamt oder vorübergehend gestoppt werden.
Das ist bedeutsam, denn Strategie ist der weltweit größte börsennotierte Bitcoin-Inhaber. Das Unternehmen besitzt mittlerweile mehr als 818.000 Bitcoin und spielt damit eine wesentliche Rolle bei der strukturellen Nachfrage nach der digitalen Währung.
STRC als bedeutende Finanzierungsquelle
Strategie führte STRC im Juli 2025 ein und nahm bei der Einführung des Produkts 2,5 Milliarden Dollar ein. STRC ist eine Vorzugsaktie, die monatliche Dividenden ausschüttet. Derzeit liegt die Dividendenrendite bei rund 11,5 Prozent.
Das Produkt ist unbefristet. Das bedeutet, dass Strategie nicht verpflichtet ist, die Aktien zu einem festen Datum zurückzukaufen. STRC bietet dem Unternehmen somit eine flexible Möglichkeit, Kapital zu beschaffen, ohne sofort Stammaktien auszugeben.
Allerdings geht diese Flexibilität mit der Verpflichtung einher, die Dividenden zu zahlen. Wenn Strategie das maximale Ausgabevolumen erreicht, bleibt die Dividendenverpflichtung bestehen, während der Spielraum für zusätzliche Bitcoin-Käufe über STRC schrumpft.
mNAV entscheidet über die nächsten Schritte
Delphi Digital zufolge hängt vieles von der mNAV von Strategie ab. Diese Kennzahl beschreibt das Verhältnis zwischen dem Unternehmenswert und dem Gesamtwert des Bitcoin-Bestands.
Ist die mNAV ausreichend hoch, kann Strategie Stammaktien zu vorteilhaften Bedingungen für bestehende Aktionäre ausgeben. Das Unternehmen verkauft Aktien mit einem Aufschlag auf den Bitcoin-Wert und kann mit den Erlösen weitere BTC erwerben.
Die mNAV liegt derzeit bei etwa 1,25. Das bedeutet, dass Strategie immer noch oberhalb des Wertes ihres Bitcoin-Bestands gehandelt wird, jedoch ist der Aufschlag deutlich niedriger als im Vorjahr, als die mNAV bei etwa 2,11 lag.
Je höher dieser Aufschlag, desto einfacher ist es für Strategie, neue Aktien zu verkaufen, um Bitcoin zu erwerben. Sinkt der Aufschlag, wird das Unternehmen stärker von anderen Instrumenten wie STRC abhängig.
Kein Grund zur Panik, aber ein Wendepunkt
Laut Delphi lässt die finanzielle Lage von Strategie keine Panik erkennen. Das Unternehmen verfügt über ausreichend liquide Mittel, um seine nächste größere Verpflichtung im September 2027 zu decken. Diese Verpflichtung kann laut den Analysten aus der bestehenden Kassenlage von 2,25 Milliarden Dollar beglichen werden.
Die entscheidende Frage ist also nicht, ob Strategie unmittelbar in Schwierigkeiten gerät. Vielmehr geht es darum, wie schnell das Unternehmen Bitcoin weiterhin akkumulieren kann.
Rückt das STRC-Limit näher und bleibt die mNAV niedrig, könnte sich das Tempo der Käufe verlangsamen. Steigt die mNAV jedoch wieder, beispielsweise durch einen deutlichen Anstieg des Bitcoin-Kurses, kann Strategie wieder mehr Stammaktien verkaufen und damit STRC entlasten.
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