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Die Finanzmärkte stehen unter Druck durch steigende Ölpreise und zunehmende geopolitische Spannungen. Unter Analysten wächst daher die Befürchtung, dass der US-Aktienmarkt einen massiven Rückschlag erleiden könnte. Dieses Szenario könnte auch Auswirkungen auf Bitcoin (BTC) haben, das trotz der Unruhen vorerst bemerkenswert stabil bleibt.
Der Bitcoin-Kurs liegt zum Zeitpunkt des Schreibens bei etwa 67.400 Dollar. Damit bleibt der Coin in der gleichen Bandbreite, in der er sich nahezu den gesamten Februar über bewegt hat.

Der aktuelle Preis bedeutet dennoch einen Rückgang von fast acht Prozent im Vergleich zum Höchststand der vergangenen Woche, als BTC ein Niveau von etwa 73.000 Dollar erreichte.
Trotzdem sind die Leistungen des digitalen Coins relativ stark, insbesondere angesichts der enormen Bewegungen auf dem Ölmarkt. Der Ölpreis schoss heute früher auf 118 Dollar pro Barrel, das höchste Niveau seit fast vier Jahren.
Der Anstieg hängt mit dem Krieg im Nahen Osten und der beinahe blockierten Straße von Hormus zusammen. Diese Meeresstraße ist eine entscheidende Route für den globalen Ölhandel.
Der Export aus Ländern wie Kuwait und Saudi-Arabien wird dadurch erschwert. Das Angebot auf dem Markt nimmt ab, während die Nachfrage unverändert bleibt. Das führt zu einem starken Preisanstieg und zusätzlichem Druck auf die Finanzmärkte.
Der Ölpreis stieg zunächst extrem schnell, fiel dann aber fast ebenso rasant wieder. Analyst Kobeissi beschreibt dies gar als eine der größten Umkehrungen in der Geschichte des Ölmarktes. Zum Zeitpunkt des Schreibens liegt der Ölpreis bei etwa 102 Dollar pro Barrel.

Der Rückgang erfolgte nach Berichten, dass die G7-Länder möglicherweise 400 Millionen Barrel Öl aus strategischen Reserven freigeben wollen. Das sorgte für eine schnelle Wende am Markt.
Die Situation bleibt jedoch fragil. Solange die Straße von Hormus größtenteils blockiert bleibt und der Konflikt andauert, erwarten Analysten, dass der Ölpreis hoch und volatil bleibt.
Die Angst auf den Finanzmärkten nimmt aufgrund der geopolitischen Lage zu. Das zeigt auch eine Analyse des bekannten Strategen Ed Yardeni. Er erhöhte die Wahrscheinlichkeit eines US-Börsencrashs in diesem Jahr von zwanzig auf 35 Prozent.
In seiner aktuellen Analyse schreibt er: „Die US-Wirtschaft und der Aktienmarkt sind zwischen den Spannungen um Iran und den harten wirtschaftlichen Folgen davon eingeklemmt.“ Er warnt, dass ein anhaltender Anstieg des Ölpreises die US-Notenbank in eine schwierige Lage bringen könnte.
„Wenn der Ölpreisschock anhält, gerät die Federal Reserve zwischen steigende Inflation und zunehmende Arbeitslosigkeit,“ so Yardeni.
Ein Börsencrash kann zwei unterschiedliche Auswirkungen auf Bitcoin haben. Traditionelle Wertspeicher wie Gold steigen oft in Zeiten finanzieller Unruhe. Während der Finanzkrise 2008 suchten Anleger beispielsweise verstärkt Sicherheit in Gold, was den Preis in die Höhe trieb.
Bitcoin wird oft als digitale Form der Wertaufbewahrung präsentiert, die eine ähnliche Rolle spielen kann. In der Praxis verhält sich der Coin jedoch noch häufig wie ein Technologieaktie.
Anleger sehen BTC weiterhin als risikoreiche Investition. Dadurch kann der Bitcoin-Kurs bei einem Börsencrash stark fallen. Investoren verkaufen dann oft ihre risikoreichen Anlagen und wählen sicherere Assets.
Analyst Crypto Seth weist ebenfalls darauf hin. Seiner Meinung nach wird Bitcoin immer noch als risikoreiches Asset betrachtet. Gleichzeitig gibt es eine Einschränkung. Steigende Inflation, etwa durch höhere Ölpreise, könnte den Druck auf die Zentralbanken erhöhen, schließlich die Zinsen wieder zu senken. Das könnte langfristig positive Auswirkungen auf Krypto haben.
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