Der Kryptomarkt hat in den letzten Tagen erhebliche Verluste erlitten, und Bitcoin (BTC) bildet da keine Ausnahme. Die Abflüsse bei Spot Bitcoin Exchange Traded Funds (ETFs) sind enorm, was den Verkaufsdruck weiter erhöht. Laut Standard Chartered gab es kürzlich sogar eine der größten Verkaufswellen aller Zeiten, mit fast 1 Milliarde Dollar an Abflüssen an nur einem Tag.
Bitcoin-ETFs sehen Milliarden abfließen
Wenn wir tiefer in die Zahlen eintauchen, wird die Auswirkung deutlich. Daten der Analyseplattform SoSoValue zeigen, dass ganze 10 der 12 Spot-Fonds mehr Geld verloren haben als hinzugekommen ist. Besonders die Schwergewichte wurden stark getroffen: Fidelitys FBTC verzeichnete an einem Tag fast 345 Millionen Dollar Abflüsse, während BlackRocks IBIT einen Abfluss von mehr als 164 Millionen Dollar hinnehmen musste.
Große Rückgänge möglich
Obwohl der Markt bereits erhebliche Verluste erlitten hat, warnt Geoff Kendrick, Leiter der Digital Asset Research bei Standard Chartered, dass es noch nicht vorbei ist. Im Gegenteil, seiner Meinung nach könnte es noch schlimmer werden. Er schätzt, dass Anleger, die seit den US-Wahlen Bitcoin-ETFs gekauft haben, nun insgesamt 1,3 Milliarden Dollar im Minus stehen. Mit einem durchschnittlichen Kaufpreis von 97.000 Dollar pro Bitcoin sind viele Investoren jetzt tief im roten Bereich. Kein angenehmer Ort, und das könnte den Verkaufsdruck nur weiter erhöhen.
Institutionelle Anleger bleiben stark
Trotz des erheblichen Abflusses aus den BTC-Fonds bleiben institutionelle Anleger auffallend ruhig. Die CME Bitcoin Futures, Kontrakte, mit denen Investoren auf den zukünftigen Bitcoin-Preis spekulieren können, zeigen kaum Bewegung. Das ist ein Zeichen dafür, dass die großen Akteure ihre Positionen nicht massenhaft abstoßen.
Dagegen deutet dies eher darauf hin, dass vor allem Privatanleger den Verkaufsdruck anheizen, wahrscheinlich weil sie von den jüngsten Kursschwankungen erschreckt sind und in Panik ihre Bitcoin verkaufen.
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