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Am Kurs ist es nicht abzulesen, doch laut BlackRock kommt rund um Bitcoin (BTC) etwas in Bewegung. Der größte Vermögensverwalter der Welt erklärte gestern, die Stimmung beginne zu drehen, während der Coin seit Monaten auf der Stelle tritt.
Bitcoin-Anleger hätten ihr Geld in diesem Jahr besser in Aktien angelegt. BlackRock sieht es dennoch als positives Signal, dass sich der Coin derzeit nicht mehr im Gleichlauf mit den Börsen bewegt.
„Wir haben im vergangenen Monat eine spürbare, wenn auch subtile Stimmungsänderung gesehen“, sagte Robert Mitchnick, Digital-Assets-Chef von BlackRock, in einem Interview.
„Zu Beginn des Jahres hat sich Bitcoin von Aktien abgekoppelt. Eine Zeit lang belastete das den Kurs, weil Aktien – vor allem KI-Werte – stark zulegten, während Bitcoin seitwärts bis leicht abwärts tendierte.“
Im Juli kehrte sich das Bild um. Chipaktien verloren zusammen mehr als 1 Billion US-Dollar an Börsenwert, während Bitcoin den Monat mit einem Plus von rund 7,5 Prozent beendete.
„Diese Entkopplung ist gesund. Für viele Anleger ist sie Teil der Bitcoin-These: als Diversifikator und mögliche Absicherung gegen einen Teil der Extremrisiken, die an anderer Stelle im Portfolio liegen.“
Mit Extremrisiken meint er seltene Schocks, die den Rest eines Portfolios stark belasten. Anleger kaufen Bitcoin dann als Gegengewicht zu Verlusten bei ihren Aktien.
Bitcoin weist in dieser Hinsicht viele nützliche Gemeinsamkeiten mit Gold auf: Er ist knapp, hinter ihm steht kein Unternehmen, und niemand kann die Menge beliebig ausweiten. Gold existiert jedoch seit Jahrtausenden, Bitcoin erst seit 17 Jahren. Diese kurze Historie macht den Coin noch nicht zu dem Wertspeicher, als den ihn viele betrachten.
Nach Einschätzung von Analysten der Kryptobörse Bitfinex liegt das vor allem daran, dass Hebelpositionen bereits Ende Juni bereinigt waren. Dadurch gab es im Juli kaum noch Zwangsverkäufer, was dem Kurs zugutekam.
Im vergangenen Monat kam Bitcoin kaum vom Fleck; der Kurs blieb vor allem unter 65.000 Dollar hängen. Seit Anfang Juni bewegt er sich ohnehin in einer Spanne von grob 58.000 bis 67.000 Dollar.

Die US-amerikanischen Bitcoin-ETFs, börsengehandelte Fonds, die echte Bitcoins halten, sammelten in der vergangenen Woche rund 853,5 Millionen Dollar ein. Das war die beste Woche seit Mitte April; auf BlackRock entfielen mehr als 80 Prozent.
Bei diesen Fonds gehe es seit der Zulassung 2024 vor allem um Bequemlichkeit, sagte Mitchnick.
„Es ist ein sehr einfaches, sofort nutzbares und vertrautes Vehikel. Anleger müssen sich dabei nicht mit den besonderen Sicherheitsfragen rund um Bitcoin und Krypto beschäftigen, die eine eigene Verwahrung sonst typischerweise mit sich bringt“, sagte er bei Bloomberg ETF IQ.
Dieses Argument bekam in diesem Monat unfreiwillig Rückenwind. Bei Coldcard, einem Hersteller von Hardware-Wallets zur Offline-Eigenverwahrung von Bitcoin, verschwanden durch eine Softwarelücke 1.719 Coins.
Mitchnick wollte dabei jedoch eine Einschränkung machen.
„Wichtig ist aber auch: Das ist kein Angriff auf Bitcoin oder ein anderes Kryptoprotokoll. Es geht um einzelne Fälle schlecht verwalteter Sicherheit bei bestimmten Personen oder Anbietern.“
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