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Die Akzeptanz von Stablecoins beim in Deutschland beliebten Fintech-Unternehmen Revolut hat im vergangenen Jahr deutlich zugenommen. Das Transaktionsvolumen hat sich mehr als verdoppelt, womit die europäische Bank zu einem wichtigen Akteur im täglichen Gebrauch von Krypto für Zahlungen heranwächst.
Im Jahr 2025 verarbeitete Revolut schätzungsweise 10,5 Milliarden Dollar (umgerechnet 9,01 Milliarden Euro) in Stablecoin-Zahlungen. Dies entspricht einem beeindruckenden Wachstum von 156 Prozent im Jahresvergleich.
Das geht aus einer auf X geteilten Analyse des Krypto-Forschers Alex Obchakevich hervor, die auf Daten von Dune Analytics basiert.
Revolut hat selbst keine offiziellen Zahlen veröffentlicht, aber laut dem Forscher hat sich der Anteil der Stablecoins am gesamten Zahlungsverkehr im Vergleich zu 2024 nahezu verdoppelt.
Stablecoins sind Kryptowährungen, die an einen festen Wert, meist den US-Dollar, gekoppelt sind.
Sie wurden lange Zeit vor allem als Einstieg in Krypto genutzt, um schnell zwischen verschiedenen Coins zu wechseln. Immer häufiger dienen sie jedoch auch als Zahlungsmittel und Alternative für internationale Überweisungen, da Transaktionen schnell und kostengünstig ohne Zwischenhändler abgewickelt werden können.
Laut Obchakevich liegt das Wachstum nicht nur in der Spekulation, sondern vor allem im praktischen Gebrauch. Die häufigsten Transaktionen liegen im Bereich von 100 bis 500 Dollar und machen 30 bis 40 Prozent aller Stablecoin-Zahlungen bei Revolut aus.
„Dies zeigt, dass Revolut-Nutzer Stablecoins aktiv für alltägliche mittelgroße Zahlungen nutzen, nicht nur für große Überweisungen“, so Obchakevich.
Revolut profitiert damit von einer viel größeren Entwicklung. Bloomberg Intelligence prognostizierte letzte Woche, dass die globalen Stablecoin-Zahlungsströme bis 2030 mit einer jährlichen Wachstumsrate von 81 Prozent auf insgesamt 56,6 Billionen Dollar steigen könnten. Vor allem die Akzeptanz durch Verbraucher soll dabei der Hauptantrieb sein.
Revolut hat Stablecoins vollständig in sein Zahlungs- und Krypto-Angebot integriert. Nutzer können US-Dollar 1:1 in USDC oder USDT (die beiden größten Stablecoins) umtauschen, ohne Spreads oder versteckte Gebühren.
Außerdem können Kunden Stablecoins über mehrere Blockchains senden und empfangen, wobei Ethereum (ETH) am häufigsten verwendet wird. Dadurch sind internationale Überweisungen oft schneller und günstiger als über traditionelle Banken, was die Nutzung für alltägliche Transaktionen attraktiv macht.
Seit Kurzem können Nutzer Stablecoins auch direkt mit ihrer Revolut-Kreditkarte ausgeben. Zahlungen mit USDC oder USDT werden weltweit akzeptiert, wo Visa oder Mastercard funktionieren, ohne zusätzliche Wechselgebühren.
In letzter Zeit steigen immer mehr große Finanzakteure in den schnell wachsenden Stablecoin-Markt ein. Der amerikanische Zahlungsriese Western Union plant beispielsweise die Einführung eines eigenen Stablecoins. In Europa arbeiten zehn Banken, darunter die niederländische ING, gemeinsam an einem eigenen Euro-Stablecoin.
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