Der bekannte Krypto-Detektiv ZachXBT hat erneut eine bemerkenswerte Entdeckung gemacht. Durch einen Streit in einer Telegram-Gruppe gelang es ihm, Adressen und anonyme Personen zu identifizieren, die möglicherweise mit gestohlenen Kryptowährungen in Verbindung gebracht werden. Bald tauchte ein auffälliger Name auf, der viele Fragen aufwarf.
Telegram-Streit entlarvt den Dieb
Auf der Social-Media-Plattform X teilte ZachXBT seine jüngsten Erkenntnisse. In einem Telegram-Kanal stritten zwei Nutzer darüber, wie viel Krypto sie verwalteten.
Ein Nutzer namens „Lick“ entschied daraufhin, seine Wallet zu teilen, in der sich Krypto im Wert von 23 Millionen Dollar befand. Während der Live-Session, in der er dies teilte, transferierte Lick weitere 6,7 Millionen Dollar in Ethereum auf seine Wallet.
Die gezeigte Wallet war laut ZachXBT in ungewöhnliche Transaktionen verwickelt. Dadurch konnte er sie problemlos mit dem streitenden Nutzer in Verbindung bringen. Und diese Transaktion war erst der Anfang.
Fast 25 Millionen Dollar von US Marshalls Wallet erhalten
Die Wallet von Lick erhielt bereits im März 2024 24,9 Millionen Dollar in Krypto von einer Wallet, die unter der Kontrolle der US-Regierung stand.
Diese Coins stammten aus dem Bitfinex-Hack von 2016 und waren zuvor von der Justiz beschlagnahmt worden. Die Regierung wollte diese Gelder im vergangenen Jahr noch zurückgeben.
ZachXBT konnte daraufhin herausfinden, dass Lick in Wirklichkeit John Daghita ist, der Sohn von Dean Daghita. Letzterer ist der derzeitige CEO des Kryptoverwalters CMDSS, eines Unternehmens, das bereits zuvor in die Kritik geraten war.
CMDSS behält Stillschweigen
Im Oktober 2024 wurde der Kryptoverwalter von den United States Marshalls ausgewählt, um sogenannte „Class 2-4“-Vermögenswerte der Regierung zu verwalten. Dazu gehören auch Kryptowährungen, die nicht auf den großen Krypto-Börsen gehandelt werden.
Das Unternehmen von Daghita Senior äußert sich derzeit nicht zu den Vorwürfen. Gleichzeitig gibt es keine Informationen darüber, ob die Staatsanwaltschaft in Amerika Ermittlungen einleitet. Die Zeit wird zeigen, ob „Lick“ mit diesen verdächtigen Transaktionen ungestraft davonkommt.
Kryptoverwalter hatte fehlende Registrierungen
Obwohl der Fokus hier vor allem auf John Daghita liegt, stand CMDSS auch früher schon im Rampenlicht. Bevor sie die Krypto verwalten durften, arbeiteten die US Marshalls mit Wave Digital Assets zusammen. Nach dem Wechsel legte dieses Unternehmen beim Government Accountability Office (GAO) Beschwerde ein.
Ihnen zufolge fehlten CMDSS die notwendigen Registrierungen für die Aufsicht, und es habe Interessenkonflikte durch einen ehemaligen Mitarbeiter der US Marshalls gegeben. Das GAO wies letztlich die Anschuldigungen zurück, sodass die Vergabe des Auftrags bestehen blieb.
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