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SpaceX ist noch nicht an der Börse, aber der Kryptomarkt verhält sich bereits so, als wären die Raketen gestartet. Basierend auf Aktivitäten auf der Krypto-Derivateplattform Hyperliquid wird das Raumfahrtunternehmen jetzt schon auf über zwei Billionen Dollar geschätzt. Damit würde das Unternehmen auf einen Schlag zu den größten der Welt gehören.
Obwohl der Börsengang des Unternehmens von Elon Musk erst später heute beginnen wird, wird das Unternehmen auf dem Kryptomarkt schon jetzt so bewertet, als gehöre es zur absoluten Weltspitze. Auf Hyperliquid wird über Derivate in einem Markt gehandelt, der auf den erwarteten Eröffnungskurs der SpaceX-Aktie spekuliert.
Dadurch weist der Kryptomarkt mittlerweile auf eine Bewertung von etwa 2,4 Billionen Dollar hin. Das liegt deutlich über der offiziellen IPO-Bewertung von 1,77 Billionen Dollar, basierend auf einem Einführungspreis von 135 Dollar pro Aktie. Bei einer solchen Bewertung wäre SpaceX sofort eines der wertvollsten börsennotierten Unternehmen weltweit, in derselben Kategorie wie die größten amerikanischen Tech-Riesen.
Bei Hyperliquid (HYPE) kaufen Anleger keine echten SpaceX-Aktien. Es handelt sich um ein sogenanntes Perpetual Contract: ein unbefristetes Derivat, bei dem Händler auf den zukünftigen Kurs der Aktie spekulieren.
Der Preis auf Hyperliquid spiegelt daher nicht den offiziellen Börsenkurs wider, sondern die Erwartungen der Händler. Wenn das Kontrakt beispielsweise bei 180 Dollar notiert, rechnen die Händler mit einem deutlich höheren Marktwert als der IPO-Preis von 135 Dollar.
Das macht den Markt interessant, aber auch schwer einzuschätzen. Da es noch keinen vollständigen Handel an der Nasdaq gibt, entsteht der Preis auf Grundlage von Angebot, Nachfrage und Spekulation. Es ist somit eine Art Schattenmarkt für den Börsengang.
Der offizielle Börsengang bewertet SpaceX bereits auf etwa 1,77 Billionen Dollar. Damit ist das Unternehmen auf dem Papier größer als viele etablierte Börsengiganten. Sollte der Hyperliquid-Preis Bestand haben, wird die Bewertung noch viel höher ausfallen.
Dennoch gibt es einen wichtigen Vorbehalt. Nur ein kleiner Teil der Aktien wird direkt handelbar sein. Laut früheren Berichten handelt es sich um etwa 4,3 Prozent des Gesamtbestands. Für Privatanleger ist der Zugang noch eingeschränkter. Dieser kleine freie Handel kann den Kurs in den ersten Tagen besonders volatil machen.
SpaceX besteht zudem aus mehreren Teilen. Starlink ist die Gewinnmaschine, während Raketenstarts und die KI-Aktivitäten viel Kapital beanspruchen. Daher dreht sich die Diskussion vor allem darum, wie viel zukünftiges Wachstum Anleger jetzt schon erwarten und wie viel sie bereit sind, dafür zu zahlen.
Der Hype um SpaceX ist verständlich. Das Unternehmen dominiert den Markt für Satelliteninternet und kommerzielle Weltraumstarts. Doch die Bewertung lässt wenig Spielraum für Enttäuschungen. Dass der Börsengang von SpaceX eine der größten Börsengänge dieses Jahrhunderts wird, scheint jedoch sicher.
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