Die enorme Bitcoin-Position von Strategy, dem Unternehmen von Michael Saylor, führt dazu, dass selbst kleine Kursbewegungen erhebliche finanzielle Auswirkungen haben. Neue Daten zeigen, dass ein Anstieg des Bitcoin-Kurses um tausend Dollar dem Unternehmen Hunderte Millionen Dollar einbringen kann. Gleichzeitig wirkt sich eine Abwertung in gleicher Höhe ebenso drastisch aus, indem sie Hunderte Millionen Dollar aus der Bilanz verschwinden lässt.
Diese Zahlen verdeutlichen, wie stark Strategy mittlerweile von der Performance von Bitcoin abhängig geworden ist.
Bitcoin-Kurs hat erhebliche Auswirkungen auf Strategy
Strategy, ehemals bekannt als MicroStrategy, setzt seine aggressive Bitcoin-Kaufstrategie fort. Anfang dieser Woche gab Michael Saylor bekannt, dass das Unternehmen erneut einen großen Kauf von 3.015 Bitcoin getätigt hat.
Dieser Kauf hatte zum Zeitpunkt der Transaktion einen Wert von über zweihundert Millionen Dollar. Dennoch ist dieser Betrag im Vergleich zur gesamten Bitcoin-Reserve des Unternehmens gering. Strategy besitzt mittlerweile etwa 720.737 Bitcoin.
Aufgrund dieser enormen Menge hat jede Bewegung des Bitcoin-Kurses einen erheblichen Einfluss auf den Portfoliowert. Laut Berechnungen bedeutet ein Anstieg des Bitcoin-Preises um tausend Dollar, dass der Wert von Strategy’s Besitz um rund 720 Millionen Dollar steigt.
Das bedeutet, dass selbst ein relativ geringer Kursanstieg sofort einen großen Effekt auf die finanzielle Lage des Unternehmens haben kann.
Das Gegenteil gilt jedoch auch. Wenn der Bitcoin-Kurs um tausend Dollar fällt, verschwinden ebenfalls rund 720 Millionen Dollar an Wert aus der Bilanz.
Strategy steht momentan bei Bitcoin im Minus
Der jüngste Kauf von 3.015 Bitcoin erfolgte zu einem Durchschnittspreis von etwa 67.700 Dollar pro Coin. Durch alle Käufe zusammen liegt der durchschnittliche Kaufpreis des gesamten Bestands mittlerweile bei rund 75.985 Dollar pro Bitcoin.
Da der Bitcoin-Kurs derzeit unter 74.000 Dollar liegt, bedeutet dies, dass Strategy momentan auf dem Papier einen Verlust bei seiner Gesamtinvestition aufweist.
Seit 2020 hat das Unternehmen insgesamt etwa 54,77 Milliarden Dollar ausgegeben, um seinen umfangreichen Bitcoin-Bestand aufzubauen. Der aktuelle Marktwert dieses Bestands liegt bei etwa 51,6 Milliarden Dollar. Damit steht Strategy derzeit etwas mehr als vier Prozent im Minus.

Auch die Aktie des Unternehmens hat in diesem Jahr Verluste erlitten. Seit Jahresbeginn ist der Kurs um etwa fünfzehn Prozent gesunken, was weitgehend dem Rückgang des Bitcoin-Kurses im gleichen Zeitraum entspricht.
Unterdessen passt Strategy seine Strategie weiterhin an. Saylor kündigte an, dass die Dividende auf die sogenannten STRC-Aktien auf 11,50 Prozent erhöht wurde. Zudem plant das Unternehmen, künftig vermehrt Vorzugsaktien zu nutzen, um neue Bitcoin-Käufe zu finanzieren.
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